ZEW-Konjunkturbarometer: Verhaltener Aufschwung bleibt in Sicht
Die zuletzt veröffentlichten Konjunkturerwartungen von Finanzexperten für Deutschland präsentieren sich im Oktober weniger optimistisch als prognostiziert. Das Stimmungsbarometer des anerkannten Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) verzeichnete einen leichten Anstieg um 2,0 Punkte und steht nun bei 39,3 Zählern. Diese Entwicklung blieb hinter den Erwartungen der Volkswirte zurück, die im Schnitt einen Anstieg auf 41,1 Punkte erwartet hatten.
Laut Achim Wambach, dem Präsidenten des ZEW, bestehe nach wie vor Hoffnung auf einen mittelfristigen Wirtschaftsaufschwung. Der moderate Anstieg des Barometers zeigt, dass trotz der Unsicherheiten rund um die staatlichen Investitionspläne und anhaltender globaler Unsicherheiten eine gewisse Zuversicht am Markt besteht.
Allerdings trübt sich das Bild bei der Beurteilung der aktuellen Lage deutlich ein. Hier sank der entsprechende Indikator überraschend um 3,6 Punkte und erreichte minus 80,0 Punkte. Ökonomen hatten einen Anstieg auf minus 74,2 Punkte vorhergesagt, was die Diskrepanz zwischen Erwartung und Realität verdeutlicht.

