Zerbrochene Pläne im Bergbausektor: Fusion zwischen Rio Tinto und Glencore gescheitert

Die lange erwarteten Fusionsgespräche zwischen den Schwergewichten der Bergbaubranche, Rio Tinto und Glencore, haben ein jähes Ende gefunden. Trotz intensiver Verhandlungen kamen die beiden Unternehmen zu dem Ergebnis, dass eine Einigung nicht im Interesse ihrer Aktionäre wäre. Insbesondere Rio Tinto sah keine Basis, auf der ein Mehrwert generiert werden könnte, während Glencore beklagte, dass ihr Wert im Rahmen der Verhandlungen nicht angemessen berücksichtigt wurde.
Ein zentraler Streitpunkt war der von Rio Tinto geforderte Anteil am zusammengeschlossenen Unternehmen, der aus Sicht von Glencore überzogen erschien. Diese Uneinigkeiten führten letztlich dazu, dass die Aktien Glencores einen deutlichen Kursrückgang von über zehn Prozent verzeichneten, wohingegen die Wertpapiere von Rio Tinto einen moderateren Verlust von zwei Prozent erlitten.
Bereits die "Financial Times" hatte zuvor angedeutet, dass die Gespräche auf der Kippe stehen. Dabei sah der Plan ursprünglich vor, dass die britische Rio Tinto das in der Schweiz ansässige Glencore übernehmen würde — ein ambitioniertes Vorhaben, das nun der Vergangenheit angehört.

