Worthington Steel plant Übernahme von Klöckner & Co – Kursgewinne trotz Unsicherheiten
Während der US-Konzern Worthington Steel mit elf Euro je Aktie seine Übernahmepläne für das deutsche Stahlhandelsunternehmen Klöckner & Co konkretisiert, zeigt sich Großaktionär Friedhelm Loh bereits erwägenswert zugänglich. Er sicherte seine Unterstützung zu und will die über Swoctem GmbH gehaltenen 41,5 Prozent der Anteile an Worthington abtreten.
Die Transaktion, die Klöckner mit 2,4 Milliarden US-Dollar bewertet, sorgt vorbörslich auf Tradegate für einen Kursanstieg der Aktie um 26 Prozent. Bereits im Dezember begann das zaghafte Flirten zwischen den beiden Unternehmen. Die aktuelle Offerte besticht mit einem Premium von nahezu 28 Prozent auf den letzten Xetra-Kurs.
Worthington strebt den Erwerb von mindestens 65 Prozent der Klöckner-Anteile an und plant den Abschluss der Übernahme bis zur zweiten Jahreshälfte. Klöckner soll weiterhin eigenständig agieren und seinen Sitz in Düsseldorf behalten, während Worthington als strategischer Partner im Aufsichtsrat mitwirken möchte. Entlassungen oder Standortschließungen soll es nicht geben.
Das US-Unternehmen erwägt zudem nach der Übernahme die Implementierung eines Squeeze-Outs, sowie eines Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags. Auch ein Delisting an der Frankfurter Börse könnte in Betracht gezogen werden.
Abseits dieser Übernahmepläne entschied Klöckner, die Becker Gruppe zu veräußern, Details blieben jedoch im Dunkeln. Mit einer Marktkapitalisierung von rund 854 Millionen Euro ist das deutsche Unternehmen kleiner als Worthington, das mit etwa 1,6 Milliarden Euro zu Buche schlägt. Klöckner, einst 1906 gegründet und mit knapp 6.600 Mitarbeitern ausgestattet, erzielte im letzten Jahr einen Umsatz von 6,6 Milliarden Euro. Für das kommende Jahr wird ein moderates Absatz- und Umsatzplus sowie eine deutliche Steigerung des operativen Gewinns erwartet.

