Wohnungsmangel in Deutschland: Frust und der Traum vom Eigenheim
Die angespannte Wohnraumsituation in Deutschland sorgt für zunehmenden Unmut in der Bevölkerung. Nach einer aktuellen Erhebung des Finanzierungsvermittlers Interhyp äußerten sich viele Bürgerinnen und Bürger frustriert über den Immobilienmarkt. Während 80 Prozent der 1.505 Studienteilnehmer langfristig gerne in ihrer jetzigen Unterkunft bleiben möchten, gaben 60 Prozent an, dass eine Alternative finanziell unerschwinglich wäre. Das Bild des blockierten und herausfordernden Immobilienmarktes wird von knapp zwei Dritteln der Befragten geteilt.
Der Mangel an verfügbarem Wohnraum ist ein weiteres Problem, das von nahezu 60 Prozent beklagt wird. Diese Ergebnisse sind Teil von Interhyps seit 2011 kontinuierlich durchgeführten „Wohntraumstudien“, bei der diesmal das Rheingold-Institut sowohl Mieter als auch Eigentümer befragte.
Ein weiteres Kernthema der Befragung ist der anhaltende Wunsch vieler Mieter nach Wohneigentum. Zwei Drittel der Mieter träumen von den eigenen vier Wänden, doch für 75 Prozent sind erschwinglichere Immobilienpreise eine notwendige Voraussetzung. Zudem wäre für mehr als die Hälfte auch eine Senkung der Kreditzinsen entscheidend.
Obwohl die letzten Krisenjahre die Wohnträume der Menschen kaum verändert haben, ist eine gewisse Bescheidenheit spürbar geworden. Der Wunsch nach einem freistehenden Einfamilienhaus ist von 60 Prozent im Jahr 2018 auf derzeit 54 Prozent gesunken. Doch das Thema Wohnen bleibt unverändert auf Platz zwei der privaten Prioritätenliste – direkt nach der Gesundheit, die für 98 Prozent der Befragten von höchster Bedeutung ist, gefolgt von dem Bedürfnis nach einem schönen Zuhause. Im Vergleich dazu gilt Karriere und Beruf nur für 54 Prozent der Teilnehmer als besonders wichtig.

