Wirtschaftskonferenz Ruhr: Ruhrgebiet bereit, als Beschleunigungs-Modellregion zu fungieren

18. Juni 2025, 13:22 Uhr · Quelle: Pressebox
Auf der ersten Wirtschaftskonferenz Ruhr bekräftigten Führungskräfte aus Wirtschaft und Politik den Wunsch, das Ruhrgebiet als Modellregion für Entbürokratisierung und Beschleunigung in Bau, Energie und Infrastruktur zu etablieren. Es wurden konkrete Vorschläge für eine effizientere Verwaltung erarbeitet, die in zwei Positionspapieren zusammengefasst werden.

Essen, 18.06.2025 (PresseBox) - Ganz Deutschland spricht über Entbürokratisierung, das Ruhrgebiet möchte dabei vorangehen: Auf der ersten Wirtschaftskonferenz Ruhr befürworteten die Teilnehmenden eine Modellregion Ruhrgebiet, um verschiedene Beschleunigungsansätze zu kombinieren.

Rund 300 geladene Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft und Politik kamen am Dienstag im Luftschiffhangar in Mülheim an der Ruhr zusammen, um Entbürokratisierung als Standortvorteil des Ruhrgebiets zu diskutieren. Die regionale Wirtschaftsförderung Business Metropole Ruhr GmbH (BMR) hatte zur ersten Wirtschaftskonferenz Ruhr geladen. Schwerpunkte waren die Beschleunigungs– und Entbürokratisierungsmöglichkeiten in den Themenfeldern Bau & Immobilien sowie Energie & Infrastruktur. „Beides sind entscheidende Felder für das Ruhrgebiet“, sagte Jörg Kemna, Geschäftsführer der BMR: „Wir als Energieregion wollen mit dem Wasserstoffmarkthochlauf die industrielle Transformation meistern. Und wir müssen schneller bauen, auch schneller umbauen. Für die Menschen in der Region und die Unternehmen. Das Ruhrgebiet ist die Region mit der höchsten Verwaltungsdichte - wenn Prozesse hier besser abgestimmt werden, hätte das deshalb die größte Hebelwirkung.“ Durch den Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung sei nun ein gutes Zeitfenster, konkret voranzugehen.

Das unterstrichen viele der Teilnehmenden:

„Wir sind bereit, als Modellregion zu fungieren“, sagte Garrelt Duin, Regionaldirektor des Regionalverbands Ruhr: „Wenn wir mit dem Initiativkreis Ruhr, mit den Industrie- und Handelskammern, den Handwerkskammern und den Unternehmerinnen und Unternehmern ein gefühltes Bündnis für die Region schmieden, dann ist das ein ganz starkes Zeichen, an dem eine Landesregierung, eine Bundesregierung und sogar eine Europäische Kommission nicht vorbeikommen.“ Eine Modellregion könne wirtschaftliche Dynamik entfalten, dafür brauche es nicht jede Vorschrift, um zu funktionieren und um rechtstreu zu sein.

„Das Ruhrgebiet kann natürlich vorangehen“, sagte auch Bodo Klimpel, Landrat des Kreises Recklinghausen: „Wir müssen uns vor keiner Region in diesem Land verstecken. Speziell mit dem Thema regionale Zusammenarbeit haben wir in der Region Erfahrungen.“

Auch aus bundespolitischer Sicht gibt es Rückhalt für schlanke, digitale Prozesse, die alle mitnehmen – vom Start-up bis zum Großprojekt, betonte Felix Banaszak, Bundesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen und Duisburger: „Das Ruhrgebiet geht hier voran. Als Modellregion für nachhaltige Modernisierung zeigen wir, wie Verwaltung im 21. Jahrhundert funktioniert: klimakompatibel, digital, effizient – und der Herausforderung gewachsen.“ Bürokratieabbau bedeute, richtig gemacht, keinen Verzicht auf Kontrolle, sondern sei eine Investition in die Zukunft.

Aus Sicht der Wirtschaft erhielt die Idee ebenfalls Zuspruch: „Unsere Transformationskultur ist unser Pfund hier im Ruhrgebiet. Bei uns ist nie etwas fertig! Veränderung ist gelebte Normalität“, sagte Guido Kerkhoff, Vorsitzender des Vorstands Klöckner & Co SE und Moderator des Initiativkreises Ruhr. Gerade für den Energiesektor sei man als Modellregion prädestiniert: „Wir haben nicht nur die Konzerne hier, wir haben auch eine einmalige geografische Lage im Herzen Europas mit Anbindung per Schiene, Bahn, Autobahn, Flugzeug und insbesondere auch über die Wasserwege."

Bürokratie binde wertvolle Ressourcen, die besser in die Ausbildung, Innovation und Kundenbetreuung investiert wären, erklärte Berthold Schröder, Präsident der Handwerkskammer Dortmund: „Wir können - und müssen sogar – zur Modellregion werden: Mit schlanken, digitalen Verwaltungs- und Genehmigungsprozessen, klaren Zuständigkeiten und regionaler Zusammenarbeit der wesentlichen Akteure. Nur durch diese Verzahnung können wir lokale Stärken bündeln, Synergien nutzen und neue Technologien in die Umsetzung bekommen. Das Handwerk steht bereit, diesen Wandel aktiv mitzugestalten und regionale Maßstäbe zu setzen.“

Die Ergebnisse der Wirtschaftskonferenz Ruhr fließen in zwei Positionspapiere mit konkreten Vorschlägen für eine Entbürokratisierung ein. „In vier Workshops mit Vertreterinnen und Vertretern aus Unternehmen, Verwaltung und Verbänden haben wir im Vorfeld konkrete Herausforderungen gesammelt, und konkrete Verbesserungsvorschläge entwickelt. Aber auch geschaut, was bei uns in der Region schon gut läuft und von dem andere schon lernen können“, so Jörg Kemna.

Die BMR veranstaltete die Wirtschaftskonferenz Ruhr zum ersten Mal im Auftrag der Verbandsversammlung des Regionalverbandes Ruhr. Partner waren der Initiativkreis Ruhr, die Industrie- und Handelskammern Ruhr sowie die FUNKE Mediengruppe und Drees & Sommer, ein international tätiges Beratungsunternehmen für den Bau & Immobiliensektor.

Weitere Informationen finden Sie hier:www.business.ruhr

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