160 Sicherheitsexperten drängen US-Senat zur Verabschiedung des CLARITY Act

Über 160 ehemalige nationale Sicherheits-, Geheimdienst- und Strafverfolgungsbeamte fordern den US-Senat auf, den CLARITY Act voranzutreiben. Sie argumentieren, dass dies die Bemühungen zur Bekämpfung illegaler Finanzströme im Kryptobereich stärken würde.
Der Appell wurde in einem Schreiben an den Mehrheitsführer des Senats, John Thune, und den demokratischen Führer Chuck Schumer gerichtet und von der Blockchain Association koordiniert.
Ehemalige Beamte unterstützen Regulierung des Kryptomarktes
Die Branchenvereinigung kündigte die Initiative an und bezeichnete die Struktur des digitalen Vermögensmarktes als eine Priorität für Strafverfolgung und nationale Sicherheit. Das Schreiben argumentiert, dass mit dem weltweiten Wachstum der Kryptoaktivitäten ein Rahmenwerk notwendig wird, um die Branche zu regulieren und zu überwachen.
Laut den Unterzeichnern könnte das Versäumnis, dies zu tun, dazu führen, dass mehr Aktivitäten ins Ausland und in undurchsichtige Märkte verlagert werden, die für US-Behörden schwerer zu überwachen und zu untersuchen sind. Dies könnte Lücken schaffen, die für illegale Finanzierungen ausgenutzt werden können.
"It is critical for the United States that this activity occurs under American rules, with American oversight, and subject to American Law," the letter states.
Die ehemaligen Beamten argumentieren, dass ein solcher Schritt die nationale Sicherheit verbessern, die Sichtbarkeit der Strafverfolgung erhöhen und Ermittlern mehr Werkzeuge zur Bekämpfung von Finanzkriminalität bieten würde. Dies würde es kriminellen Netzwerken erschweren, Geld zu waschen, Sanktionen zu umgehen und Betrug zu begehen.
Unterdessen zeigen Daten des Bank Policy Institute (BPI), dass die illegalen Kryptoflüsse im letzten Jahr um 162% im Vergleich zum Vorjahr gestiegen sind. Die Gruppe betonte, dass der CLARITY Act keine Deregulierung darstellt, sondern die Durchsetzung, die Einhaltung von Vorschriften und die Koordination auf den digitalen Vermögensmärkten verbessern soll.
Das Gesetz würde den Bank Secrecy Act erweitern und Compliance-Anforderungen an digitale Rohstoffmakler, -händler und -börsen sowie Verpflichtungen zur Bekämpfung von Geldwäsche, Berichterstattungs- und Überwachungsanforderungen auferlegen.
Darüber hinaus umfasst der Gesetzentwurf ein von der Treasury geleitetes Pilotprogramm zum Informationsaustausch, an dem Agenturen wie das DOJ, FBI und DEA beteiligt sind, sowie eine ständige interinstitutionelle Arbeitsgruppe zur Bekämpfung illegaler Finanzierungsbemühungen.
Senatstreffen und ein Town Hall Meeting
Die Blockchain Association teilte mit, dass ihre Mitglieder und Branchenvertreter nach Washington, D.C. reisen werden, um mehrere Treffen in 18 Senatsbüros abzuhalten.
Die Gruppe plant außerdem ein virtuelles Town Hall Meeting, um zu erörtern, wie der CLARITY Act die Strafverfolgungs- und Sicherheitsbemühungen unterstützt. Erwartet werden Teilnehmer wie Cynthia Lummis, der Mehrheitsführer des Repräsentantenhauses Tom Emmer und Patrick Witt.
Das Schreiben endet mit einem Aufruf an den Senat, den CLARITY Act zu verabschieden. Der Gesetzentwurf wurde kürzlich vom Bankenausschuss des Senats genehmigt, stößt jedoch auf starken Widerstand einiger Gesetzgeber und Banker.

