Krypto als gescheiterte Anlageklasse, sagt renommierter Ökonom

Der Ökonom und Makro-Trader Alex Krüger hat argumentiert, dass "Krypto" weitgehend als Anlageklasse gescheitert ist, obwohl die Blockchain-basierte Adoption in Bereichen wie Stablecoins, Tokenisierung, Prognosemärkte, Perpetuals, KI und datenschutzorientierten Vermögenswerten zunimmt.
In einem Beitrag auf X zog Krüger eine scharfe Trennung zwischen dem spekulativen Kryptomarkt der letzten Zyklen und den Teilen der Branche, die seiner Meinung nach noch bedeutende Fortschritte zeigen. Sein zentrales Argument war, dass die meisten Krypto-Token es nicht geschafft haben, dauerhaften Wert für die Inhaber zu schaffen, während Gründer und Insider wiederholt die schwachen Regulierungen der Branche genutzt haben, um Liquidität von Kleinanlegern abzuziehen.
Krüger bezeichnete den Schaden als verstärkt durch den "Memecoins SuperBullshitCycle", den er als spekulativen Trend beschrieb, der sowohl Kapital als auch Moral der Marktteilnehmer erschöpfte. Er verwies auch auf die "nie endende Welle von DeFi-Hacks", die seit letztem April stark zugenommen habe und die Glaubwürdigkeit von Krypto als investierbare Anlageklasse weiter belaste.
Krüger sieht steigende Adoption, aber nicht im "alten Krypto"
Der Ökonom räumte ein, dass seine Einschätzung widersprüchlich erscheinen mag, da mehrere blockchain-gebundene Sektoren weiterhin schnell expandieren. Er nannte die wachsende Stablecoin-Adoption, offen pro-krypto eingestellte Politiker in den USA, den Vorstoß von TradFi zur Tokenisierung von Vermögenswerten, die steigende Nutzung von Aktien- und Rohstoff-Perpetuals auf Offshore- und DeFi-Plattformen, die frühe Entwicklung von US-Perpetual-Märkten und die zunehmende Präsenz von Prognosemärkten im alltäglichen Informationsfluss.
Krüger stellte jedoch viele dieser Trends als "mehr 'Blockchain' als 'Krypto'" dar und deutete an, dass die Infrastruktur- und Anwendungsebene voranschreitet, während der traditionelle Token-Markt strukturell schwach bleibt. Seiner Ansicht nach sind die Schlüssel-Ausnahmen dort, wo Tokens klarere Verbindungen zu Einnahmen, Nutzernachfrage oder Kapitalrückführungsmechanismen haben.
Datenschutz und KI stechen hervor
Krüger identifizierte Datenschutz als eine der wenigen "altmodischen" Krypto-Kategorien, die relevant bleibt. Er argumentierte, dass die Nachfrage nach privaten, nicht verwahrten Wertspeichern real ist, auch wenn ein Teil dieser Nachfrage aus illegalen Strömen stammt. Er verwies auf die Beschlagnahmung von $15 Milliarden in Bitcoin durch das US-Justizministerium von Kambodscha-verbundenen Betrugsoperationen.
Die andere Kategorie, die Krüger als nicht tot ansieht, ist KI. Dennoch war seine Sicht auf den Sektor selektiv. Er beschrieb die meisten KI-Token als "hochfliegende, fundamental mangelnde, narrative getriebene Tokens", während er Venice als herausragend nannte, da er es als an eine private KI-Plattform gebunden sieht, die wachsende Nutzerzahlen und Einnahmen aufweist.
Krüger kommt zu einem differenzierteren Schluss als die Überschrift allein vermuten lässt. Er sieht den alten Token-Markt als gebrochen, aber nicht die breitere Richtung der krypto-gestützten Infrastruktur. Stablecoins, tokenisierte Vermögenswerte, Prognosemärkte, Perpetuals, KI und Datenschutz könnten das nächste investierbare Narrativ des Sektors bilden, vorausgesetzt, die damit verbundenen Tokens können tatsächliche Wertschöpfung zeigen, anstatt auf wiederverwertete Spekulationen zu setzen.
Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung lag die gesamte Marktkapitalisierung von Krypto bei $2,28 Billionen.

