Wirtschaftsfreuden in Asien: Nikkei auf Rekordhoch dank erhoffter Konjunkturhilfen
Asiatische Aktienmärkte erfreuen sich zum Ende einer Woche des zentralen Geschehens über erfreuliche Kursgewinne, genährt von der Hoffnung auf weitere globale monetäre Impulse. Japans Leitindex, der Nikkei, erklimmt dabei angesichts der Erwartung, dass die Bank von Japan von einer Zinserhöhung absieht, neue Rekordhöhen. Im Rückblick auf die Woche schnitt eine Reihe an Zentralbanken global betrachtet die Zinssätze – einschließlich der USA, Kanada und Norwegen – während die Bank von England ihre Zinsen stabil hielt. Das Augenmerk richtet sich nun auf Japan, wo erwartet wird, dass die Bank von Japan ihre expansive Geldpolitik trotz innenpolitischer Unsicherheiten beibehält. James Rossiter von TD Securities stellt fest, dass die Entscheidungen der vergangenen Woche die Zurückhaltung der Zentralbanken widerspiegeln, da die andauernde Unsicherheit das Risikoappetit der politischen Entscheidungsträger dämpft. Weitere Zinssenkungen bei künftigen Meetings könnten somit eintreten.
Der Nikkei kletterte um 0,7% und stellte mit einem wöchentlichen Zuwachs von 2% neue Bestmarken auf. Zugleich verharrt der Yen stabil bei 148 je Dollar. Die jüngsten japanischen Inflationsdaten zeigten mit 2,7% im Jahresverlauf bis August zwar die niedrigste Rate seit neun Monaten, blieben aber weiterhin über dem Ziel von 2%. Chang Wei Liang von der DBS Group meint, dass aufgrund politischer Unsicherheiten eine Zinsanhebung der BOJ möglicherweise vom Ergebnis der LDP-Führungswahlen am 4. Oktober abhängt. Sollten von LDP-Kandidatin Sanae Takaichi – bekannt für eine lockere Finanz- und Geldpolitik – passende Äußerungen erfolgen, könnte der Yen unter Druck geraten.
Während der südkoreanische Markt um 0,4% nachgab, verblieb er in der Nähe von Rekordständen und legte um 1,5% in der Woche zu. Der MSCI-Index der Asien-Pazifik-Aktien – Japan ausgenommen – verlor 0,3%, steht jedoch vor einem Wochenplus von 0,5%. Gleichzeitig positionieren sich Nasdaq- und S&P-500-Futures kaum verändert, während in China und Hongkong erwartete Telefonate zwischen den Staatsoberhäuptern die Märkte bewegen könnten, insbesondere in Bezug auf Absprachen zu TikTok, Huaweis Chippläne und die Anweisung des chinesischen Staates an heimische Tech-Firmen, keine Nvidia-Artikel zu kaufen. Im weiteren Zeitverlauf erreichten die US-Börsen in einem Rekordabschluss neue Höhenflüge, unter anderem durch positive Arbeitsmarktdaten und Nvidias Ankündigung, 5 Milliarden Dollar in den kämpfenden Chipspezialisten Intel zu investieren. Dies führte zu einem erstaunlichen Kurssprung von Intels Aktien um 23% sowie einem Anstieg von Nvidia um 3,5%.

