Wirtschaftsausblick: Mini-Wachstum und internationale Spannungen belasten Deutschland
Die führenden Wirtschaftsinstitute des Landes haben ihre aktuelle Bewertung der Wirtschaftslage in Deutschland präsentiert. Laut einem Bericht des 'Handelsblatts' prognostizieren sie für dieses Jahr nur noch ein marginales Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von lediglich 0,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Im Herbst waren sie noch optimistischer und hatten mit einem Wachstum von 0,8 Prozent gerechnet.
Für das kommende Jahr erwarten die Experten dennoch wieder besseren Zeiten entgegen. Ein Anstieg um 1,3 Prozent wurde dabei bereits in den früheren Prognosen vorhergesagt. Der Bericht verweist zudem auf den Rückgang des BIP um 0,2 Prozent im Jahr 2024. Gegenwärtig befindet sich die deutsche Wirtschaft in einer Schwächephase.
Nach aufeinanderfolgenden Rezessionsjahren wird für das Jahr 2025 bislang nur ein minimaler Aufschwung prognostiziert. Zusätzlich könnten die neuen Zölle, die US-Präsident Donald Trump am Mittwoch durchgesetzt hat, zusammen mit den chinesischen Gegenmaßnahmen die Lage weiter verschärfen. Wichtig zu beachten ist, dass das Gutachten der Wirtschaftsinstitute fertiggestellt wurde, bevor Trumps Ankündigungen bekannt wurden.
Die 'Gemeinschaftsdiagnose' wurde vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), dem Ifo Institut, dem Kiel Institut für Weltwirtschaft (IfW), dem Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) und dem RWI - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Essen erstellt. Ihre Einschätzungen fließen in die Regulierungsprognosen der Bundesregierung ein, die wiederum die Grundlage für Schätzungen der Steuereinnahmen bilden.

