Wirtschaft im Euroraum: EZB prognostiziert beschleunigtes Wachstum für 2026

Nach den neuesten Projektionen der Europäischen Zentralbank (EZB) könnte das Wirtschaftswachstum im Euroraum ab 2026 deutlich an Fahrt aufnehmen. Die Notenbank hebt ihre Prognose für das Jahr auf ein Plus von 1,2 Prozent an, was insbesondere durch den Beitritt Bulgariens am 1. Januar zur Eurozone begünstigt wird. Zuvor hatte die EZB in ihrer September-Prognose die Wachstumsaussicht auf 1,0 Prozent gesenkt. Diese Erholung zeigt sich trotz der gestiegenen Handelsbarrieren, wie neuer US-Zölle. Auch für das aktuelle Jahr rechnet die EZB mit einem Wachstum von 1,4 Prozent – ein positiveres Bild als bisher. Für die Jahre 2027 und 2028 gehen die Wirtschaftshüter weiterhin von einem konstanten Wachstum von 1,4 Prozent aus.
Bei der Inflation erwartet die EZB für 2026 einen Anstieg auf 1,9 Prozent, was unter ihrer mittelfristigen Zielmarke von 2,0 Prozent liegt. Im Jahr 2025 wird die Inflationsrate voraussichtlich bei 2,1 Prozent liegen, sodass die EZB ihre stabilitätsorientierte Zielmarge erreicht sieht. Für 2027 prognostizieren die Währungshüter eine Inflationsrate von 1,8 Prozent und für 2028 eine Zielerreichung von 2,0 Prozent.
Unternehmen und Verbraucher sollen durch moderat steigende Preise zum Konsum und zu Investitionen angeregt werden, ohne dass die Gefahr einer überhitzten Wirtschaft besteht. Sowohl zu niedrige als auch zu hohe Inflationsraten stellen Risiken für die wirtschaftliche Stabilität dar, weshalb diese feine Balance von essenzieller Bedeutung ist.

