Wird Starfield 2.0 die langersehnte Rettung oder nur ein Pflaster? Insider dämpfen die Cyberpunk-Hoffnungen
Es ist still geworden um das einst so lautstark proklamierte Weltraum-Epos. Über zwei Jahre nach dem Startschuss dümpelt Bethesdas Starfield noch immer etwas orientierungslos durch den Äther, während die Spielerschaft sehnsüchtig auf ein Zeichen wartet, dass das Potenzial der Marke doch noch ausgeschöpft wird. Nun verdichten sich die Hinweise, dass hinter verschlossenen Türen längst die Weichen für die Zukunft gestellt werden. Berichten zufolge lud Bethesda zu einer exklusiven, „geschlossenen Werkschau“, um einem elitären Kreis das vorzustellen, was intern wohl als „Starfield 2.0“ gehandelt wird. Doch wer jetzt auf eine Wunderheilung hofft, sollte tief durchatmen.
Ein Blick hinter den Vorhang der Verschwiegenheit
Die Informationslage ist so nebulös wie ein Gasriese, doch erste Lichtblicke dringen durch. Der Fan-Kanal „Starfield News“ und der Social-Media-Nutzer JuiceHead, der behauptet, physisch bei dieser Präsentation anwesend gewesen zu sein, sprechen von einem baldigen, massiven Update. Während NDAs (Verschwiegenheitserklärungen) Details unter Verschluss halten, sickerte durch, dass Bethesda wohl einen Fahrplan für künftige Inhalte enthüllt hat. Es scheint, als wolle das Studio beweisen, dass man das Universum noch längst nicht aufgegeben hat, auch wenn die „Terran Armada“, die im September kurz angeteasert wurde, noch auf sich warten lässt.
Der Cyberpunk-Vergleich hinkt gewaltig
Hier kommt jedoch die kalte Dusche für alle Träumer: Der YouTuber Luke Stephens, der die Berichte der Anwesenden korroboriert, mahnt zur Raison. Laut seinen Quellen, die entweder vor Ort waren oder an der Organisation beteiligt waren, ist die wichtigste Botschaft: „Erwartungen dämpfen“. Wer auf eine Metamorphose hofft, wie sie CD Projekt Red mit dem legendären Update 2.0 für Cyberpunk 2077 vollzogen hat, wird vermutlich enttäuscht.
Starfield 2.0 scheint keine fundamentale Neuschreibung der Spiel-DNA zu sein. Stattdessen zielen die Maßnahmen wohl auf die langlebigsten Kalamitäten ab, die Fans seit Release plagen – allen voran die berüchtigten Ladebildschirme, die die Immersion immer wieder torpedieren. Datamining-Funde stützen diese These. Stephens betont, dass wir keine magische Verwandlung des Spielprinzips erwarten sollten, sondern eher gezielte „Lebensqualitäts“-Verbesserungen.
Verschobene Träume und technische Skepsis
Zu allem Überfluss scheint sich auch das Zeitfenster für den nächsten großen DLC verschoben zu haben. Tim Lamb, seines Zeichens Lead Creative Producer, hatte zwar bereits im August neue Spielsysteme versprochen, doch der Kalender füllt sich, ohne dass ein Release in Sicht ist. Stephens merkt zudem süffisant an, dass Bethesda in der jüngeren Vergangenheit nicht gerade durch fehlerfreie Updates geglänzt hat. Ob die angekündigten Verbesserungen das Spiel tatsächlich aufwerten oder neue Baustellen aufreißen, bleibt die Gretchenfrage. „Verbesserungen sind Verbesserungen“, so Stephens versöhnlich, doch die Skepsis bleibt ein treuer Begleiter.


