Wiener Börse im Rückwärtsgang: ATX behält Wochenplus trotz Einbußen
Die Wiener Börse beendet eine wechselhafte Handelswoche mit einem leichten Rückgang, der sich im Einklang mit der globalen Anlegerstimmung bewegt. Der ATX, der bis an die markante 4.800-Punkte-Marke abrutschte, erholte sich leicht und schloss mit einem Rückgang von 0,99 Prozent bei 4.853,39 Punkten. Trotz der aktuellen Tagesverluste verbucht der Leitindex dank der starken Performance in der ersten Wochenhälfte ein erfreuliches Wochenplus von zwei Prozent. Ebenso fiel der ATX Prime um 1,01 Prozent und stand am Ende bei 2.411,29 Zählern.
Marktbeobachter führten die Rückgänge auf die wieder aufgekommenen Unsicherheiten am Markt zurück, die Investoren vor dem Wochenende dazu veranlassten, Gewinne abzusichern. Aussagen der US-Notenbank Fed hatten die Hoffnungen auf baldige Zinssenkungen eingetrübt, begleitet von der Wartehaltung der Anleger aufgrund nachträglicher Veröffentlichungen von US-Daten nach dem Ende des Shutdowns. Die hohen Bewertungen im US-Technologiesektor und groß angelegte Investitionen im Bereich der Künstlichen Intelligenz wurden ebenfalls diskutiert.
Auch in Wien kam es zu Gewinnmitnahmen bei einigen Titeln. AT&S verloren zwei Prozent, während die Aktien von Erste Group, Bawag und RBI zwischen 1,3 und 3,2 Prozent nachgaben. Die Papiere von Voestalpine verzeichneten einen Rückgang von einem Prozent.
Im Bereich der Unternehmensanalysen gab es rege Aktivität. Die Erste Group erhöhte ihre Bewertung für Strabag von 'Accumulate' auf 'Buy' und hob das Kursziel leicht auf 95,3 Euro an. Die herausstechende Kennzahl hier: Ein Auftragsbestand auf Rekordniveau von über 31 Milliarden Euro. Strabag-Aktien stiegen um 2,3 Prozent auf 72,10 Euro und führten damit die ATX-Gewinner an.
Wienerberger-Aktien gaben um 1,9 Prozent nach und standen bei 26,40 Euro. Barclays behielt die 'Overweight'-Empfehlung bei, reduzierte jedoch das Kursziel auf 35 Euro. Auch Berenberg senkte das Kursziel für Wienerberger auf 35 Euro, bekräftigte jedoch die Kaufempfehlung.
Unter den Nebenwerten präsentierte Rosenbauer Quartalszahlen. Der Feuerwehrausrüster konnte seinen Umsatz in den ersten neun Monaten 2025 steigern, musste jedoch auch einen leichten Anstieg des Verlusts hinnehmen. Baader-Analyst Volker Bosse bewertete die Ergebnisse als positiv, dennoch gaben die Aktien leicht nach.

