Wetterkapriolen über Frankfurt: Enteisung sorgt für Ausnahmegenehmigungen
Der Frankfurter Flughafen war am Mittwochabend erneut Schauplatz wetterbedingter Turbulenzen, als intensive Enteisungsmaßnahmen bei den Flugzeugen für erhebliche Verspätungen sorgten. Insgesamt 29 Maschinen erhielten die seltene Ausnahmegenehmigung, nach 23.00 Uhr abheben zu dürfen, so das hessische Wirtschaftsministerium. Der letzte Abflug verzögerte sich bis kurz vor Mitternacht.
Bereits am Montagabend hatte starker Schneefall die übliche Ruhe im Rhein-Main-Gebiet gestört und zu einem verlängerten Fluglärmfenster geführt. Damals waren 22 Starts nach der geltenden Nachtflugbeschränkung um 23.00 Uhr erlaubt worden.
Die Regelung am Frankfurter Flughafen sieht vor, dass verspätete Landungen und Starts bis Mitternacht nur unter extremen Bedingungen und mit gesonderter Genehmigung möglich sind. Die jüngsten Wetterereignisse bringen einmal mehr die Herausforderungen ans Licht, die der winterliche Luftverkehr mit sich bringt und rütteln gleichzeitig am sensiblen Gleichgewicht zwischen Betriebsabläufen und Anwohnerinteressen.

