Weniger Engagement: Deutsche Investitionen in den USA rückläufig
In der zweiten Amtszeit von US-Präsident Donald Trump verzeichnen deutsche Unternehmen einen signifikanten Rückgang ihrer Investitionen in den Vereinigten Staaten. Eine aktuelle Analyse des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) in Köln zeigt, dass die deutschen Direktinvestitionen von Februar bis November 2025 auf 10,2 Milliarden Euro sanken. Diese Zahl repräsentiert einen Rückgang von 45 Prozent im Vergleich zu den knapp 19 Milliarden Euro, die im selben Zeitraum 2024 investiert wurden. Auch gegenüber dem langjährigen Durchschnitt, der den Vergleichszeitraum von 2015 bis 2024 abdeckt, ergibt sich ein Rückgang um 24 Prozent.
Diese Entwicklung illustriert das nachlassende Engagement deutscher Unternehmen in den USA, ein Phänomen, das auf politische Unsicherheiten zurückgeführt wird. IW-Expertin Samina Sultan weist auf die jüngsten Zollandrohungen der USA wegen Grönland hin und betont, wie unvorhersehbar das Investitionsklima derzeit sei. "Das ist Gift für Investitionen und Handel", erklärt Sultan und hebt damit die Herausforderungen hervor, vor denen internationale Investoren in einer sich wandelnden Handelslandschaft stehen.

