Wendepunkt in Sicht: Deutsche Wirtschaft signalisiert Erholung

Die aktuelle Entwicklung in der deutschen Wirtschaft spiegelt positive Signale wider, wie das Ifo-Institut feststellt. Die Kapazitätsauslastung, ein zentraler Indikator für die Wirtschaftsentwicklung, ist zum dritten Mal in Folge leicht gestiegen und liegt nun bei 83,6 Prozent. Im Vergleich zu vor drei Monaten entspricht dies einem Anstieg von 0,3 Prozentpunkten.
Timo Wollmershäuser, der Chef der Konjunkturforschung beim Ifo-Institut, sieht darin ein Anzeichen dafür, dass die deutsche Wirtschaft den konjunkturellen Tiefpunkt überwunden hat und nun am Anfang einer Erholungsphase steht. Dennoch bleibt der aktuelle Auslastungsgrad unter dem langfristigen Durchschnitt von 85,8 Prozent, was bedeutende Erholungsanstrengungen erforderlich macht.
Der Auslastungsgrad stieg in den letzten drei Quartalen schrittweise von 82,9 Prozent im zweiten Quartal 2025 auf die jetzigen 83,6 Prozent. Zuvor war ein deutlich negativer Trend zu beobachten, wobei die Auslastung von 88 Prozent im dritten Quartal 2022 auf fast 83 Prozent im zweiten Quartal 2025 gesunken war.
Ein genauerer Blick auf die Branchen zeigt jedoch deutliche Unterschiede: Während die Industrie mit einer Auslastung von 77,5 Prozent nach wie vor unter ihrem langjährigen Durchschnitt von 83,2 Prozent liegt und sogar einen leichten Rückgang verzeichnet, kämpft das Bauhauptgewerbe mit einer Auslastung von 66,6 Prozent. Hier wird das Bild durch ungünstige Wetterbedingungen zusätzlich belastet. Dagegen präsentiert sich der Dienstleistungssektor in einem erfreulichen Licht mit einer Auslastung von 89,5 Prozent, die über dem langjährigen Durchschnitt liegt. Dies spiegelt die überwiegend positive Einschätzung der Lage durch die Unternehmer im Dienstleistungsbereich wider.

