Weltwirtschaft unter Spannung: USA und China treffen sich in London zum Handelsdialog
Neue Hoffnungen im Handelskonflikt: Die Vereinigten Staaten und China haben sich für frische Gespräche in London zusammengesetzt, um Spannungen zwischen den zwei wirtschaftlichen Supermächten abzubauen. Das hochrangige Treffen wartet mit prominenter Besetzung auf: Neben dem chinesischen Vize-Ministerpräsidenten He Lifeng sind auf amerikanischer Seite Finanzminister Scott Bessent, Handelsminister Howard Lutnick und Handelsbeauftragter Jamieson Greer nach Großbritannien gereist.
Dieses Treffen markiert das erste Zusammenkommen im Rahmen eines neuen Wirtschafts- und Handelsmechanismus zwischen beiden Ländern, nachdem im Mai eine Handelsvereinbarung in der Schweiz abgeschlossen wurde. Die Initiative ging von US-Präsident Donald Trump und Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping aus, die das Treffen erst kürzlich vereinbart hatten. Offizielle Angaben zu Beginn der Gespräche in London stehen bislang aus.
Trump betont, dass die Gespräche dazu dienen sollen, Details der Handelsvereinbarung zu klären. China hingegen zeigte sich zögerlich und forderte von den USA, bestehende Abkommen einzuhalten. Trotz der Vereinbarungen gibt es nach wie vor zahlreiche Konfliktfelder. Zu den heiklen Themen gehören unter anderem US-Beschränkungen im Technologietransfer nach China und Chinas Exportkontrollen bei seltenen Erden.
Trump verfolgt seit seinem Amtsantritt eine strikte Linie gegenüber China. Seine Einführung von Strafzöllen auf chinesische Importe in die USA erreichte in der Spitze atemberaubende 145 Prozent, was Peking zu Gegenmaßnahmen veranlasste. Doch ein Lichtblick erschien im Mai: Beide Nationen einigten sich in Genf auf eine vorläufige deutliche Senkung der Zölle – ein Schritt in Richtung Entspannung.

