Weltklimakonferenz in Brasilien vor entscheidendem Abschluss
Nach intensiven zweiwöchigen Beratungen steht die Weltklimakonferenz in Brasilien kurz vor ihrem planmäßigen Abschluss. Allerdings war es in den letzten Jahren üblich, dass die Gespräche um Stunden oder gar Tage verlängert wurden.
Ein wesentlicher Diskussionspunkt bleibt die Einigung der rund 200 teilnehmenden Staaten auf einen Plan zur Abkehr von fossilen Brennstoffen wie Öl, Gas und Kohle. Ein weiterer bedeutender Aspekt ist die Forderung der Entwicklungsländer. Sie verlangen von den Industriestaaten eine deutliche Erhöhung der staatlichen Klimahilfen, um sich besser an die verheerenden Folgen des Klimawandels anzupassen. Diese Folgen umfassen unter anderem heftigere und häufigere Naturkatastrophen wie Stürme, Dürren, Waldbrände und Überschwemmungen.
Im Raum steht ein konkreter Vorschlag, der die Verdreifachung dieser Hilfen bis 2030 auf mindestens 120 Milliarden US-Dollar jährlich anpeilt. Am vorletzten Konferenztag appellierte UN-Generalsekretär António Guterres eindringlich an die Staaten, in der entscheidenden Schlussphase Mut und Kompromissbereitschaft zu zeigen. 'Jetzt ist Führung gefragt. Seien Sie mutig. Folgen Sie den wissenschaftlichen Erkenntnissen. Stellen Sie den Menschen über den Profit', rief er in Belém den Delegierten zu.

