Weltbank senkt Wachstumsprognose: Handelskonflikte und Unsicherheit bremsen Weltwirtschaft
Die Weltbank hat ihre Prognose für das globale Wirtschaftswachstum nach unten korrigiert und erwartet nun für dieses Jahr ein moderates Wachstum von 2,3 %, verglichen mit 2,7 % in der Januar-Prognose. Diese deutliche Anpassung spiegelt die Herausforderungen wider, die durch zunehmende Handelskonflikte und politische Unsicherheiten entstehen, wie sie durch die jüngsten Ankündigungen von US-Präsident Trump und die daraus folgenden Handelsstreitigkeiten befeuert wurden.
Die Entwicklungen deuten auf das schwächste Wachstum in einem Jahr ohne Rezession seit 2008 hin. Für die darauffolgenden Jahre 2026 und 2027 rechnet die Weltbank lediglich mit einer verhaltenen Erholung. Bedenken über die Nachhaltigkeit dieser wirtschaftlichen Entwicklung wurden von Indermit Gill, dem Chefvolkswirt der Weltbank, geäußert. Er betonte, dass internationale Spannungen, speziell im Handel, viele seit dem Zweiten Weltkrieg bestehende wirtschaftspolitische Sicherheiten beeinträchtigt haben, die maßgeblich zur Reduzierung von extremer Armut und zum Wohlstandsanstieg beigetragen haben.
Die Prognosen für das reale BIP-Wachstum der USA wurden von 2,3 % auf 1,4 % reduziert, während für die Eurozone eine Senkung um 0,3 Prozentpunkte und für Japan um 0,5 Prozentpunkte vorgenommen wurden. Die Prognose für das Wirtschaftswachstum Chinas blieb hingegen unverändert.
Es gibt Hoffnung auf eine Verbesserung der globalen Wirtschaftslage, sofern laufende Verhandlungen, etwa zwischen den USA und China, zügig zu einer Einigung führen und die derzeitigen Zollniveaus beibehalten werden. Doch der Bericht der Weltbank warnt auch, dass eine Eskalation der Handelsbeschränkungen oder anhaltende politische Unsicherheiten die Aussichten verschlechtern und zu finanziellen Turbulenzen führen könnten.

