Wasser als knappe Ressource: EU plant umfassende Strategie
Angesichts der sich verschärfenden Trockenheit in Europa hat die EU-Kommission beschlossen, die Öffentlichkeit verstärkt auf die wachsende Wasserknappheit hinzuweisen und zu Einsparungen zu motivieren. Eine umfassende Wasserstrategie soll noch vor der sommerlichen Trockenperiode vorgelegt werden, kündigte die verantwortliche Umweltkommissarin Jessika Roswall in einem Interview an.
Das erklärte Ziel dieser Initiative ist eine signifikante Senkung des Wasserverbrauchs auf allen Ebenen. Roswall macht deutlich, dass der übermäßige Verbrauch von Wasser ein ernstes Problem ist, das unsere Wahrnehmung schärfen und unsere Verhaltensweisen ändern muss. Es sei unerlässlich, dass die Industrie, die Landwirtschaft und auch die Verbraucher die Endlichkeit der Wasserressourcen anerkennen und ihr Handeln danach ausrichten.
Ein konkreter Vorschlag sieht vor, den Wasserverbrauch in den Haushalten transparenter zu gestalten. Durch eine klarere Darstellung des individuellen Verbrauchs könnten Bürger zu einer bewussteren Nutzung angeregt werden, ähnlich wie dies bereits in der Energiekrise Erfolge zeigte.
Besonders Europa ist von anhaltender Trockenheit betroffen. Daten des Deutschen Wetterdienstes weisen darauf hin, dass der anhaltende Niederschlagsmangel in Deutschland kulminieren könnte, wenn der Mai trocken bleibt. Ein solches Szenario würde das Frühjahr 2025 zum trockensten seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahre 1881 machen.

