Washington hebt Sanktionen gegen Brasiliens Bundesrichter de Moraes auf

In einer überraschenden Wendung hat die US-Regierung die Sanktionen gegen den brasilianischen Bundesrichter Alexandre de Moraes sowie dessen Ehefrau Viviane Barci de Moraes ausgesetzt. Auch die Anwaltskanzlei, welche die Immobilien der Familie verwaltet, wurde von der Sanktionsliste gestrichen. Die Aufhebung dieser Maßnahmen erweckt viele Fragen, denn bisher bleiben die Gründe für diesen Schritt unklar.
Zuvor waren sämtliche Vermögenswerte der betroffenen Personen in den USA eingefroren worden. Die Sanktionen rührten von de Moraes' Rolle in einem Strafverfahren gegen den ehemaligen brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro her, welches zu dessen Verurteilung und einer langen Haftstrafe führte. Dies stieß auf den heftigen Widerstand von Donald Trump, der im past als starker Verbündeter Bolsonaros galt.
Trump antwortete seinerzeit mit hohen Zöllen und Sanktionen, die auch de Moraes und sein Umfeld betrafen. US-Finanzminister Scott Bessent stellte de Moraes als Verantwortlichen für 'eine repressive Kampagne der Zensur, willkürlicher Verhaftungen und politisierter Strafverfolgungen' dar, insbesondere auch im Zusammenhang mit den Verfahren gegen Bolsonaro. Der Sohn des Ex-Präsidenten, Eduardo Bolsonaro, äußerte sein Bedauern über die jüngste Entscheidung der USA, die Sanktionen aufzuheben, wie das brasilianische Nachrichtenportal G1 berichtete.

