Investmentweek

Was der Absturz von Nvidia, Tesla und MSCI World bedeutet

13. März 2025, 16:00 Uhr · Quelle: InvestmentWeek
Plötzlicher Kurseinbruch an den US-Börsen: Droht das Ende der Tech-Ära?

Die Wall Street erlebt eine der stärksten Korrekturen seit Jahren. Besonders Tech-Giganten wie Nvidia und Tesla verlieren massiv an Wert, während der MSCI World unter Druck gerät. Ist die Dominanz der US-Börse vorbei? Und was bedeutet das für Anleger?

Als Donald Trump noch im Dezember die Börsenglocke an der Wall Street läutete, herrschte Euphorie. Investoren hofften auf neue Deregulierungen und Steuersenkungen, die eine weitere Hausse befeuern würden. Doch kaum drei Monate später hat sich das Bild drastisch gewandelt.

Der S&P 500 steht tief im Minus, Tech-Aktien stürzen ab – und erstmals seit Jahren scheinen sich die globalen Kapitalströme von den USA wegzubewegen.

Warum stürzt die Wall Street so dramatisch ab?

Mehrere Faktoren haben das aktuelle Beben an den Märkten ausgelöst:

  • Trumpcession: Investoren fürchten eine bewusst in Kauf genommene Rezession unter der neuen US-Regierung. Trumps Wirtschaftsberater Scott Bessent deutete kürzlich eine "Entgiftungsphase" für die US-Wirtschaft an – weniger Staatsausgaben, höhere Zinsen und mögliche Steuererhöhungen.
  • Tech-Blase unter Druck: Die "Glorreichen Sieben" (Alphabet, Amazon, Apple, Meta, Microsoft, Nvidia und Tesla) dominierten zuletzt den S&P 500 – doch nun stehen sie unter massivem Abverkaufsdruck. Die extreme Konzentration von Tech-Werten im Index rächt sich.
  • Vertrauensverlust in den US-Markt: Während der Dax und europäische Indizes zuletzt deutlich zulegen konnten, ziehen Investoren zunehmend Geld aus den USA ab. Laut Bank of America wurden allein in den letzten vier Wochen über 12 Milliarden US-Dollar aus US-Aktienfonds abgezogen – die höchsten Mittelabflüsse seit August 2015.
  • Tesla und Nvidia im freien Fall: Der Chip-Gigant Nvidia verlor seit Jahresbeginn über 35 % an Wert, Tesla sogar 46 %. Besonders hart trifft es Anleger, die auf diese Tech-Werte gesetzt haben.
US-Präsident Trumps erratische Wirtschaftspolitik lässt die Märkte zittern. Anleger ziehen Kapital aus den USA ab – europäische Aktien profitieren von der Unsicherheit.

Ist die goldene Ära von Big Tech vorbei?

Lange Zeit galten US-Technologiekonzerne als unantastbar. Die Vorstellung, dass sie die Weltwirtschaft dauerhaft dominieren würden, führte zu extremen Bewertungen. Doch nun zeigen sich Risse im Fundament:

  • Tesla kämpft mit Absatzproblemen: Der Autobauer hat in Europa mit schwächelnden Verkaufszahlen zu kämpfen. Hinzu kommt, dass CEO Elon Musk immer stärker durch seine politischen Ambitionen abgelenkt ist. Analysten fordern eine stärkere Führung im Unternehmen.
  • Nvidia verliert an Glanz: Die Begeisterung für KI-Chips ist nach wie vor hoch, doch Investoren fürchten eine übertriebene Bewertung. Zudem setzt China verstärkt auf eigene Halbleiterproduktion, was die langfristigen Wachstumsaussichten von Nvidia dämpfen könnte.
  • Der MSCI World wankt: Der globale Leitindex, der zu 70 % aus US-Werten besteht, gerät unter Druck. Deutsche Anleger, die stark in diesen Index investiert sind, bekommen das nun zu spüren.

Wohin mit dem Geld? Europa als neue Alternative?

Während die Wall Street unter Verkaufsdruck gerät, locken europäische Märkte mit stabilerem Wachstum:

  • Deutschland und Europa profitieren von Umschichtungen: Der DAX ist in diesem Jahr bereits um 14 % gestiegen, während der S&P 500 um über 8 % gefallen ist.
  • Rüstungs- und Infrastrukturwerte boomen: Die geopolitische Lage treibt massive Investitionen in Sicherheit und Infrastruktur voran – europäische Unternehmen wie Rheinmetall, Airbus und Vinci profitieren.
  • EZB-Zinssenkungen als Rückenwind: Die Europäische Zentralbank hat ihre Zinsen zuletzt gesenkt – eine willkommene Unterstützung für Aktien kleiner und mittelgroßer Unternehmen, die lange unter der restriktiven Geldpolitik gelitten haben.

Was bedeutet das für Anleger?

Die aktuelle Marktkorrektur bietet Risiken, aber auch Chancen:

  1. Diversifikation ist jetzt entscheidend: Anleger sollten nicht ausschließlich auf US-Tech-Werte setzen. Wer sein Portfolio breiter aufstellt, kann Schwankungen abfedern.
  2. Europa als Beimischung: Wer bisher ausschließlich auf den MSCI World gesetzt hat, sollte überlegen, europäische ETFs oder Schwellenländer-ETFs beizumischen.
  3. Antizyklisch investieren: Trotz des Abverkaufs in den USA könnte sich die Lage mittelfristig wieder stabilisieren. Qualitätsaktien mit soliden Geschäftsmodellen bieten langfristige Chancen.
Finanzen / Börse
[InvestmentWeek] · 13.03.2025 · 16:00 Uhr
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