Luftangriffe erschüttern erneut die gespannten Beziehungen zwischen Russland und der Ukraine
Die anhaltenden Spannungen zwischen Russland und der Ukraine erreichten in der Nacht einen weiteren dramatischen Höhepunkt, als beide Nationen gegenseitig intensive Luftangriffe durchführten. Die Region Odessa im Süden der Ukraine wurde besonders in Mitleidenschaft gezogen, als russische Angriffe auf zivile Infrastruktur ein Todesopfer sowie einen Verletzten forderten. Die Stadt Charkiw war ebenfalls Ziel eines massiven Drohnenangriffs, bei dem nach Angaben von Bürgermeister Ihor Terechow zwei Personen verletzt wurden.
Trotz der anstehenden, dreitägigen Waffenruhe, die vom Kreml zur Feier des Sieges über Nazi-Deutschland ausgerufen wurde, dauern die heftigen Kämpfe in der Ukraine unvermindert an. Der Kiewer Generalstab berichtete von 200 Gefechten allein am Vortag, wobei die Gegenden um Pokrowsk im Gebiet Donezk besonders umkämpft waren. Dort mussten die ukrainischen Verteidiger eine Vielzahl von Angriffen abwehren.
Auch die Ukraine führte einen umfassenden Angriff durch und setzte mehr als 100 Kampfdrohnen ein, die nach russischen Angaben größtenteils abgeschossen wurden. Die Region um Moskau war ein bedeutender Brennpunkt dieser Auseinandersetzungen, was beträchtliche Auswirkungen auf den Flugverkehr hatte. Mehrere Flughäfen in Russland erlebten nächtliche Betriebsunterbrechungen, da die Sicherheitsmaßnahmen verstärkt wurden, um drohende Gefahren durch Drohnenangriffe abzuwehren.
Der bevorstehende Feiertag in Moskau, an dem der Sieg über Nazi-Deutschland traditionell mit einer Militärparade zelebriert wird, steht im Zeichen dieser Spannungen. Die von Präsident Putin verordnete Waffenruhe wird von der Ukraine als mögliche Irreführung betrachtet. Sie fordert eine signifikante Verlängerung des Friedensintervalls auf 30 Tage, ein Appell, der auf taube Ohren zu treffen droht, während die angespannte Lage weiterhin bedrohlich bleibt.

