Warum sich ein Studium in Deutschland lohnt: Wir nennen Ihnen die 8 wichtigsten Gründe
Die Deutschen jammern gerne. "Dies passt nicht, da stimmt was nicht, und das Schlimmste überhaupt ist ... !" Diese Haltung ist auch unter Studenten verbreitetet. Doch gibt es dafür einen Grund?
Wenn es so schlimm ist, warum wählen dann Studenten aus aller Welt Deutschland Jahr für Jahr in die Top 3 der beliebtesten Länder für ein Studium? Wir haben uns die Situation genauer angesehen. Hier die (aus unserer Sicht) 8 wichtigsten Gründe, warum Deutschland als Studienland so beliebt ist und warum sich das Studieren hier lohnt:

1. Deutschland und seine Unis genießen weltweit einen guten Ruf
Viele Studierende mögen die Vorlesungen und Seminare vielleicht langweilig und uninspiriert vorkommen, doch die künftigen Arbeitgeber sehen das weltweit komplett anders.
Für sie sind nämlich Absolvent (innen) von deutschen Hochschulen höchst willkommen. Ihr Können und Wissen genießt ein sehr hohes Ansehen auf der Welt. Hinzu kommt: Die Qualitätsstandards sind (bis auf Ausreißer nach oben) vergleichbar; die Unternehmen müssen sich darum bei der Auswahl der Mitarbeiter weniger auf den Ruf der Uni achten. Es gilt eher die Devise: Wer ein deutsches Diplom oder einen Master of Business Administration (MBA) in Deutschland erworben hat, der muss was auf dem Kasten haben.
2. Der Wegfall der Studiengebühren hat das Studieren in Deutschland noch attraktiver gemacht
Noch vor wenigen Jahren mussten Student(innen) in vielen Bundesländern Studiengebühren bezahlen, doch zum Glück wurden diese inzwischen wieder abgeschafft. Beinahe überall kostet ein Studium mehr als in Deutschland. In vielen Ländern entscheidet Papis Geldbeutel oder die eigene Kreditwürdigkeit darüber, wer studieren darf.
In Deutschland wurde durch den Wegfall Studiengebühren dagegen ein Zeichen der Chancengleichheit gesetzt. Das allein genügt, um viele Studenten aus anderen Ländern nach Deutschland zu locken, und die Semestergebühren, die für die Verwaltung zu zahlen sind, kann eigentlich jeder aufbringen.
3. Vergleichsweise niedrige Lebenshaltungskosten sind des Studis Freund
Niedrigere Kosten fürs Studium plus (vergleichsweise) niedrige Lebenshaltungskosten machen das Leben für Studierende mit begrenzter Haushaltskasse einfacher? "Was ist bitte an den Lebenshaltungskosten in Deutschland niedrig?", werden jetzt manche fragen. Doch wer schon mal ein Auslandssemester in einer anderen Stadt verbracht hat, wird wissen, was wir meinen.
Nehmen wir London, Sydney oder New York: Dort sind Mieten und die Kosten für Essen gehen und Partys nochmal deutlich höher als selbst in teueren deutschen Großstädten wie München oder Frankfurt. Man muss leider aber auch sagen, dass dieser Vorsprung schrumpft, dass also auch in deutschen Studentenstädten das Leben immer teuerer wird. Hauptpreistreiber sind dabei die Wohnkosten.
4. Das deutsche Bildungswesen bietet Studierenden sehr viele Möglichkeiten
Es gibt in Deutschland ca. 450 anerkannte Hochschulen, und diese bieten ca. 17.000 Studiengänge an. Wer angesichts dieser Fülle, behauptet, für ihn sei nichts dabei, dem ist wohl kaum zu helfen. Zur Auswahl stehen Großstadt-Unis, Provinz-Unis, Massen-Unis, Kaderschmieden. Und bei den Fächern kann man zwischen Prestigefächern, Mainstreamfächern und schlichtweg überflüssig wählen.
- Etablierte Universitäten bieten tolle Karrierechancen, besonders in den Naturwissenschaften
- Kunsthochschulen, interessiert an kulturellem Austausch, nehmen gerne Studierende aus anderen Ländern an
- Die Forschungsabteilungen bemühen sich ebenfalls um internationale Bewerber Aus diesen Konstellation ergeben sich Vorteile für beide Seiten!
5. Es findet auch sonst ein vielfältiger Austausch statt
Keine Studentin oder Student aus einem anderen Land muss sich in Deutschland allein fühlen. Erstens, weil Deutschland alles in allem ein gastfreundliches Land ist. Und zweitens, weil mittlerweile 12% Prozent der Studierenden aus dem Ausland kommen, wodurch das Austauschen von Erfahrungen, das Finden von Freunden und interessante Begegnungen nahezu garantiert sind.
Hinzu kommt: An vielen Unis gibt es verschiedene Zusatzangebote, die den Austausch weiter fördern, z.B. Patenprogramme, Sprach-Tandem – und natürlich Feten. Deutsche Hochschulen haben in den vergangenen Jahren unendlich viel Erfahrung mit internationalen Studierenden sammeln können. Das zahlt sich nun aus! Außerdem gibt es spezielle Beratungsstellen für ausländische Studierende, an die man sich wenden kann, wenn man Informationen oder Hilfe braucht.
6. Es gibt reichlich Stipendienprogramme für internationale Studierende
Auch Studierende aus dem Ausland können sich für Stipendienprogramme und BAföG bewerben. Informationen dazu finden Interessierte auf den Seiten des Deutschen Akademischen Austauschdiensts (DAAD). Das Stipendium bringt nicht nur reichlich Prestige und einen Vorsprung beim Einstieg in den Beruf, sondern auch die dringend benötigte Finanzspritze, um in Deutschland sorgenfrei studieren zu können.
Leider sind Stipendien in Deutschland nicht so reichlich gesät wie etwa in den USA, doch genießen sie einen ganz ausgezeichneten Ruf. Was die Zahl angeht, ist definitiv nach oben noch Luft! Dass es weniger gibt, liegt auch daran, dass keine Studiengebühren bezahlt werden müssen, was dazu führt, dass man Talente nicht so streng aussiebt wie anderswo.
7. Deutschland ist ein sicheres Pflaster, niemandens Rechte werden eingeschränkt
Viele Studierende aus anderen Ländern lernen in Deutschland eine Freiheit kennen, die sie zuhause in dieser Form nicht kennen. Sie können ihre Ansichten frei mitteilen. Sie können auch spät nachts ohne Gefahr auf die Straße gehen. Und sogar über die Straße! Denn auch an Verkehrsregeln halten sich die meisten Deutschen.
Man kann schlichtweg sagen: Deutschland ist ein sicheres Land. Polizisten müssen nicht geschmiert werden, und die meisten Leute helfen einem gerne weiter.
8. In Deutschland gibt es unendlich viel zu entdecken
Es herrscht in Deutschland nicht immer das beste Wetter, doch richtig unerträglich wird es eigentlich auch nicht. Wer lieber surft statt studiert, sollte vielleicht woanders studieren. Doch wo sonst findet er so viel Abwechlsung: Die Nordsee, die Ostsee, die Alpen, den Rhein, Mittelgebirge, Mittelgebirge, Seen, Wälder, dazu malerische Städte.
Und sehr viel Kultur.
Und wer Heimweh bekommt, ist dank guter Verkehrsanbindung und zentraler Lage entweder schnell daheim oder kann bei einem Wochenendtrip schnell nach Amsterdam, Paris, Warschau oder Zürich "entfliehen".

