Warum JPMorgan-Analysten trotz des Absturzes des Bitcoin-Kurses unter 100.000 $ optimistisch bleiben

Der jüngste Absturz des Bitcoin-Kurses unter 100.000 $ hat im Kryptomarkt weit verbreitete Besorgnis ausgelöst, doch große institutionelle Akteure wie JPMorgan bleiben unerschüttert. Laut Berichten haben JPMorgan-Analysten einen überraschend bullischen Ausblick auf Bitcoin herausgegeben und prognostizieren einen potenziellen Anstieg auf 170.000 $ in naher Zukunft. Die positive Prognose hat die Aufmerksamkeit des breiteren Kryptomarktes erregt, insbesondere da Volatilität und Liquidationen die Anlegerstimmung weiterhin auf die Probe stellen und die Preise drücken.
JPMorgan behält bullischen Bitcoin-Kursausblick bei
Eric Balchunas, ein Senior ETF-Analyst bei Bloomberg, hat kürzlich Einblicke von JPMorgan-Analysten geteilt, die von Managing Director Nikolaos Panigirtzoglou geleitet werden. In einem ihrer Forschungsnotizen argumentieren die Analysten der Bank, dass der aktuelle Marktwert von Bitcoin im Vergleich zu Gold deutlich unterbewertet ist.
Sie schlagen vor, dass sich die führende Kryptowährung, sobald sich die Hebelbedingungen normalisieren, in Richtung 170.000 $ bewegen könnte. Bemerkenswerterweise erwarten sie, dass BTC dieses bullische Ziel innerhalb der nächsten 6-12 Monate erreicht, was einem Anstieg von 65,9% gegenüber dem aktuellen Preisniveau von etwas über 102.400 $ entspricht.
Die Analysten betonten, dass der breitere Kryptomarkt bereits eine Korrektur von fast 20% gegenüber früheren Höchstständen durchlaufen hat, wobei diese hauptsächlich durch massive Liquidationen in unbefristeten Terminkontrakten getrieben wurde. Die größte Welle wurde am 10. Oktober beobachtet, nachdem die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump über aggressive Zölle gegen China Rekordliquidationen ausgelöst hatte, die Milliarden von Dollar in gehebelten Positionen an den Börsen auslöschten – das größte derartige Ereignis in der Geschichte der Krypto.
Während dem Kryptomarkt keine Möglichkeit zur Erholung gelassen wurde, ereignete sich am 3. November ein weiteres verheerendes Liquidationsereignis, das die Korrektur nach einem 120-Millionen-$-Exploit auf Market Maker Balancer vertiefte, was Ängste über die Sicherheit von DeFi-Protokollen neu entfachte. Trotzdem bleiben JPMorgan-Analysten optimistisch, was Bitcoin betrifft. Sie sehen diese Liquidationsereignisse wahrscheinlich als notwendige Bereinigungen, die übermäßige Spekulationen aus dem Markt entfernt haben.
Die Analysten glauben, dass die anhaltende Enthebelung endlich ein Ende gefunden hat, was einen potenziellen Weg für eine stabilere institutionelle Akkumulation eröffnet. Sie schlagen vor, dass sich der Wert von Bitcoin erholen und sich erheblich von jetzt bis Oktober 2026 stärken könnte. Dies würde die bullische Projektion eines möglichen Anstiegs auf ein neues Allzeithoch unterstützen.
Marktanalysten teilen ähnliche optimistische Prognosen
Der Krypto-Marktanalyst Sulianto Indria Putra widerspiegelt in seiner jüngsten technischen Analyse den bullischen Optimismus für die Kursaussichten von Bitcoin. Er hebt hervor, dass das Wochen-Chart der Kryptowährung zeigt, dass der 50-Wochen-Exponentiell Gleitende Durchschnitt (EMA) weiterhin als starke zyklische Unterstützungsebene fungiert. Jedes Mal, wenn BTC diesen EMA in vergangenen Bullenzyklen berührt hat, ist es historisch mit starkem Aufwärtsmomentum zurückgeprallt.
Basierend auf Putras Chart handelt Bitcoin bei etwa 102.400 $, knapp über dem 50-Wochen-EMA bei ungefähr 100.900 $, wo die Kursbewegung Konsolidierung statt Zusammenbruch zeigt. Putra argumentiert, dass diese Positionierung darauf hinweist, dass der Markt ein höheres Tief innerhalb eines anhaltenden Bullen-Trends bildet. Trotz weit verbreiteter bärischer Stimmung und Kursrückgängen bleibt der Analyst dabei, dass Bitcoin bei 150.000 $ zwischen Ende 2025 und Anfang 2026 signifikant steigen könnte.

