Jane Street sieht sich neuen Klagen gegenüber: Trump Media fordert Bundesuntersuchung

Jane Street, eines der weltweit größten Market-Making-Unternehmen, steht zunehmend im Fokus der Öffentlichkeit, da eine Reihe von Vorwürfen aufgetaucht ist, die das Unternehmen mit erheblichen Störungen auf dem Kryptomarkt in Verbindung bringen.
Das Unternehmen sieht sich bereits einer Bundesklage im Zusammenhang mit dem Zusammenbruch von Terraform Labs gegenüber. Nun kursieren neue Behauptungen in den sozialen Medien, wonach Trump Media Jane Street und andere Handelsfirmen in einem Schreiben an den Kongress des „nackten Leerverkaufs“ beschuldigt hat.
Jane Street weist Terra-Vorwürfe zurück
Die rechtlichen Probleme begannen Anfang dieser Woche. Am 23. Februar wurde beim US-Bezirksgericht für den südlichen Bezirk von New York eine Klage eingereicht, in der Jane Street beschuldigt wird, vertrauliche Informationen von Terraform Labs genutzt zu haben, um sich vor erheblichen Verlusten zu schützen, bevor das Terra/Luna-Ökosystem im Mai 2022 zusammenbrach.
Laut der Klageschrift soll Jane Street Insiderwissen genutzt haben, um potenzielle Verluste in Höhe von mehr als $200 Millionen zu vermeiden. Das Unternehmen hat die Anschuldigungen vehement zurückgewiesen und die Klage als „verzweifelt“ und als „durchsichtigen Versuch, Geld zu erpressen“ bezeichnet.
Zusätzlich zu den Gerichtsverfahren haben weitere Behauptungen online an Fahrt gewonnen. Einige Marktteilnehmer werfen Jane Street vor, den Bitcoin (BTC)-Preis manipuliert zu haben, indem sie angeblich einen Algorithmus betrieben haben, der über Monate hinweg täglich um 10 Uhr Verkaufswellen auslöste.
Laut diesen Behauptungen bestand die Strategie darin, die Preise zu senken, Liquidationen unter Kleinanlegern auszulösen und dann Bitcoin zu niedrigeren Kursen wieder zu kaufen, was sich in einem wiederholten Zyklus abspielte.
Untersuchung zu nackten Leerverkäufen
Ein weiterer Aspekt der Kontroverse ist die Aussage des Marktkommentators MartyParty, dass Trump Media einen Brief an Mitglieder des Kongresses geschickt habe, in dem eine umfassende Untersuchung von Jane Street, Citadel und anderen Firmen wegen angeblicher nackter Leerverkäufe gefordert wird.
Nackte Leerverkäufe beziehen sich auf den Verkauf von Aktien, ohne sie zuvor geliehen zu haben, eine Praxis, die nach US-amerikanischem Wertpapierrecht eingeschränkt ist.
Bis Donnerstagnachmittag Eastern Time gab es keine offizielle Bestätigung eines solchen Schreibens, noch eine öffentliche Stellungnahme von Trump Media, Jane Street oder Citadel, die den Anspruch verifizieren würde.

