Bitcoin-Erholung bleibt aus: Diese Faktoren müssen sich ändern

Bitcoin hat sich nach einem Rückgang auf $68.000 erholt, nachdem die Märkte positiv auf Donald Trumps Rede zur Lage der Nation reagierten. Die Kryptowährung verzeichnete am Donnerstag einen Anstieg von 4 %.
Dennoch zeigen Daten, dass sich Bitcoin weiterhin in einer defensiven Konsolidierungsphase befindet, da der Preis zwischen $60.000 und $69.000 schwankt. Diese Spanne wird als Hauptnachfragezone angesehen. Experten von Glassnode betonen, dass sich der Markt stabilisiert, jedoch noch nicht erholt hat.
Wichtige Marktbedingungen
Mit einem Rückgang von 46 % vom Allzeithoch befindet sich Bitcoin in einer Tiefe, die historisch mit mittleren bis späten Bärenmarktphasen verbunden ist. In diesen Phasen wird die Zeit selbst oft eher als Risikofaktor denn als Katalysator für Aufwärtsbewegungen gesehen. Derzeit werden etwa 9,2 Millionen BTC mit Verlust gehalten, was bedeutet, dass die Hälfte des zirkulierenden Angebots unter Wasser ist. Diese Situation entspricht früheren späten Bärenmarktphasen, weist jedoch nicht von selbst auf eine erneute Stärke hin.
Trotz des Ausmaßes der nicht realisierten Verluste bleibt das Akkumulationsverhalten verhalten, wie ein Accumulation Trend Score zeigt, der seit Anfang Februar konstant unter 0,5 liegt. Dies deutet auf einen Mangel an kaufgetriebenem Vertrauen hin, insbesondere bei größeren Akteuren, deren Teilnahme normalerweise erforderlich ist, um einen dauerhaften Boden zu bilden.
Die Liquiditätsbedingungen bestätigen diese Fragilität weiter. Glassnode stellte fest, dass das 90-Tage-Verhältnis von realisierten Gewinnen/Verlusten unter die kritische Schwelle von 1,0 gefallen ist. Dies deutet auf einen Übergang in ein Übermaß an Verlusten hin, bei dem realisierte Verluste die Gewinne dominieren – ein Zustand, der Monate anhalten kann und mit beeinträchtigtem Kapitalumschlag und höherem Abwärtsrisiko verbunden ist.
Die Marktbreite verschlechtert sich weiter, da weniger Vermögenswerte Positionen über langfristigen Trendbasen halten. Gleichzeitig spiegeln Off-Chain-Daten diese On-Chain-Signale wider. Beispielsweise haben sich die Spotmärkte seit dem Einbruch des kumulativen Volumendeltas auf großen Handelsplätzen auf zyklische Tiefststände entscheidend in Richtung Verkaufsdominanz gedreht, was auf aktive Verteilung statt auf passive Liquiditätslücken hinweist.
Auf den Derivatemärkten hat sich der Hebel weitgehend zurückgesetzt, da sich die unbefristeten Finanzierungsraten wieder in Richtung neutraler Werte komprimiert haben. Dies spiegelt nicht nur eine reduzierte spekulative Übertreibung wider, sondern hebt auch das Fehlen erneuter bullischer Überzeugung hervor. Eine ähnliche defensive Haltung wurde von den Optionsmärkten widergespiegelt.
Darüber hinaus deutet die Positionierung der Händler darauf hin, dass, obwohl scharfe Bewegungen mechanisch verstärkt werden können, die breitere Struktur eine der Konsolidierung statt einer Richtungsauflösung bleibt. Somit ist das aktuelle Regime von Bitcoin durch Stabilisierung inmitten struktureller Schwäche gekennzeichnet, wobei weder Verkäufer noch Käufer die entscheidende Kontrolle übernommen haben.
Laut Glassnode wird eine dauerhafte Aufwärtsbewegung eine klare Umkehrung dieser Bedingungen erfordern – erneute Spot-Absorption zur Bekämpfung aktiver Verteilung, nachhaltige Akkumulation durch große Akteure zur Wiederherstellung des Vertrauens und eine bedeutende Verschiebung der institutionellen Flüsse zur Wiederherstellung eines strukturellen Gebots. Bis solche Signale auftauchen, bleibt die Preisspanne zwischen den etablierten Bewertungsankern das dominierende Thema, das die Marktstruktur von Bitcoin bestimmt.
Makro- und geopolitische Risiken
In naher Zukunft könnten makroökonomische und Liquiditätsfaktoren weiterhin das Preisverhalten innerhalb dieser strukturell defensiven Spanne diktieren. In einer Stellungnahme erklärten Bitunix-Analysten:
"If safe-haven flows strengthen the dollar, price could come under pressure and retest the 65–64K liquidity band below. Conversely, if capital rotates toward an anti-inflation narrative, short-term inflows could drive a sweep of overhead short liquidity near 69K. The core variable remains whether geopolitical risks escalate materially."

