Warnsignale? Bitcoin nähert sich überhitzter Zone, während Einzelhandel fernbleibt

Bitcoin handelt weiterhin unter seinem Rekordhoch, das Anfang dieses Monats erreicht wurde, und bewegt sich über der Marke von 119.000 $. Auch wenn die Kursentwicklung in der vergangenen Woche nur einen bescheidenen Gewinn von 0,3 % zeigte, deuten Analysten darauf hin, dass der Markt einem Wendepunkt nahe sein könnte.
Die seitliche Bewegung des Preises hat den weiteren positiven Ausblick nicht beeinträchtigt, aber On-Chain-Indikatoren deuten nun an, dass Vorsicht geboten sein könnte. Einer dieser Indikatoren stammt von Arab Chain, einem QuickTake-Beitrag zur von CryptoQuant, der auf eine potenzielle Überhitzung in der aktuellen Marktstruktur von Bitcoin hingewiesen hat.
Bitcoin-Aufwärtstrend hält an, aber Anzeichen für Vorsicht mehren sich
In einem kürzlich veröffentlichten Beitrag hob der Analyst das Verhalten des Bull and Bear Market Cycle Indicator hervor, der sich nun in einem Bereich befindet, der typischerweise mit starken Aufwärtstrends in Verbindung gebracht wird.
Seine Nähe zum sogenannten „überhitzten Bullen“-Bereich hat jedoch Bedenken hinsichtlich einer möglichen Korrektur geweckt. Das historische Muster des Indikators deutet darauf hin, dass diese Zone häufig einer Preisabkühlung vorausgeht, was Investoren dazu veranlasst, Gewinnmitnahmestrategien in Betracht zu ziehen.
Arab Chain bemerkte, dass trotz der bullischen Struktur der Fortschritt des Indikators in Richtung überhitzter Gebiete Spekulanten dazu veranlassen könnte, Positionen zu schließen. „Die Nähe zu überhitzten Zonen deutet darauf hin, dass dies nicht die richtige Zeit für einen großen Kauf ist“, erklärte der Analyst.
Der Einblick spiegelt das breitere Gefühl wider, dass Marktteilnehmer eventuell eine abwartende Haltung einnehmen, um auf eine günstigere Wiedereinstiegsmöglichkeit nach einer Korrektur zu warten.
Zudem unterstützen zwar die 30-Tage- bis 365-Tage-Gleitenden-Durchschnitte weiterhin einen anhaltenden Aufwärtstrend. Doch sie könnten auch signalisieren, dass sich ein kurzfristiger Höhepunkt bildet, sofern nicht neue Marktkatalysatoren eintreffen.
Einzelhandelsinteresse bleibt gedämpft, während institutionelle Nachfrage wächst
Unterstützt wird diese Ansicht durch einen weiteren Analysten von CryptoQuant, Burak Kesmeci, der die Rolle der institutionellen Aktivität bei der Steuerung des aktuellen Zyklus hervorhob. Kesmeci erklärte, dass Einzelhandelsinvestoren seit Anfang 2023 ihre Bitcoin-Beteiligungen reduziert haben, während große Investoren ihre Bestände insbesondere seit Anfang 2024 erhöht haben.
„Diesmal ist die Quelle der Bitcoin-Rally nicht der Einzelhandel — die großen Akteure sitzen am Steuer“, schrieb er. Diese Akkumulation durch große Wallets, die wahrscheinlich mit Institutionen oder ETFs verbunden sind, betont einen Wandel im Vergleich zu früheren Zyklen, die vom Einzelhandelsverhalten dominiert wurden.
Kesmeci verwies weiter auf Google-Trends-Daten, die zeigen, dass das Suchinteresse an „Bitcoin“ im Vergleich zu früheren Bullenläufen verhalten bleibt. Das Fehlen weit verbreiteter Einzelhandelseuphorie steht im Kontrast zu der intensiven öffentlichen Beteiligung während des Bitcoin-Aufschwungs im Jahr 2021.
Laut Kesmeci könnte die ruhige Phase darauf hindeuten, dass der Einzelhandel noch nicht massenhaft in den Markt eingetreten ist — eine Phase, die historisch das endgültige Bein eines Bullenzyklus signalisiert. „Der Schwarm hat noch nicht erwacht“, bemerkte er und fügte hinzu, dass „das kluge Geld derzeit auf der Bühne ist — und die meisten Leute immer noch von der Seitenlinie zuschauen.“

