Warner Bros. Discovery CEO Zaslavs Gehalt steigt trotz Milliardenverlusten
In den Wirren des sich stets wandelnden Medienuniversums lässt sich kaum eine Konstante ausmachen, außer vielleicht, dass die Vergütungspakete für Top-Manager nach wie vor astronomische Höhen erklimmen. Ein Paradebeispiel hierfür liefert David Zaslav, seines Zeichens Vorstandsvorsitzender von Warner Bros. Discovery, der laut jüngster Mitteilungen ein Gehaltspaket für das Jahr 2023 bezog, das um satte 26 Prozent höher liegt als im Vorjahr. In Zahlen ausgedrückt sind das 49,7 Millionen US-Dollar, wie jüngst in einer Stellungnahme an die US-Wertpapier- und Börsenkommission bekannt gegeben wurde.
Dieser Anstieg kommt durchaus überraschend, berücksichtigt man die finanzielle Verfassung des Unternehmens. Warner Bros. Discovery verbuchte im Jahr 2023 Verluste in Höhe von 3 Milliarden US-Dollar, was immer noch eine Verbesserung im Vergleich zu den 7 Milliarden US-Dollar des Vorjahres darstellt. Die Umsätze schrumpften um 4 Prozent, vorrangig getrieben durch die rückläufigen Geschäfte im Kabel-Fernsehbereich, zu dem auch CNN gehört.
Die Aktionäre hatten bereits im Rahmen der letzten Jahreshauptversammlung ein deutliches Signal in Bezug auf das üppige Gehalt von Herrn Zaslav gesendet. Beim sogenannten "Say on Pay"-Votum, einer unverbindlichen Abstimmung über die Gehälter der Führungskräfte, stimmten lediglich 50,8 Prozent für das 39,3 Millionen US-Dollar schwere Gehaltspaket des Jahres 2022. Gemäß ISS, einer führenden Agentur für Unternehmensführung, signalisiert eine Zustimmungsrate unter 70 Prozent eine geringe Unterstützung.
Für das Jahr 2023 nahm das Board von Warner Bros. Discovery Anpassungen bei den Vergütungsformeln der Top-Manager vor. Diese Änderungen betrafen insbesondere bestimmte Boni, die nun stärker an die Erzeugung des freien Cashflows gekoppelt sind, welcher wiederum für den Abbau von Schulden von Bedeutung ist, während die Verbindung zum Aktienkurs des Unternehmens abgemildert wurde. Die Aktien von Warner Bros. Discovery handelten zuletzt bei ungefähr 8 US-Dollar, verglichen mit 24 US-Dollar vor zwei Jahren.
Bei der Erwirtschaftung des freien Cashflows allerdings legte Warner Bros. Discovery im Jahr 2023 eine beeindruckende Performance hin. Mit einem generierten freien Cashflow von 6,2 Milliarden US-Dollar – einem Anstieg um 86 Prozent gegenüber dem Vorjahr – übertraf das Unternehmen die Erwartungen von Wall Street deutlich. Dieser Erfolg ist teilweise auf die verbesserten finanziellen Ergebnisse der Streaming-Sparte zurückzuführen, die Profitabilität erreichte. (eulerpool-AFX)

