Walt Disney: Zwischen Blockbuster-Investitionen und Führungswechsel
Der amerikanische Unterhaltungsgigant Walt Disney steht vor Herausforderungen im ersten Geschäftsquartal. Intensive Investitionen in das Marketing großer Filmproduktionen wie "Zootopia 2" und "Avatar: Fire and Ash" führten trotz eines Umsatzanstiegs um fünf Prozent auf 26 Milliarden US-Dollar zu einem empfindlichen Rückgang des Gewinns um sechs Prozent auf 2,4 Milliarden US-Dollar. Der Einfluss hoher Werbeausgaben war bereits prognostiziert, doch überraschten die endgültigen Zahlen die Analysten positiv: Der um Sonderposten bereinigte Gewinn je Aktie lag mit 1,63 Dollar leicht über den Erwartungen. Die Vorhersagen für das zweite Geschäftshalbjahr versprechen hingegen Aufwind. Trotz enttäuschter Reaktionen der Anleger, die den Aktienkurs im frühen US-Handel um über sechs Prozent sinken ließen, setzt Disney auf eine zweistellige Steigerung des bereinigten Gewinns je Aktie im Gesamtjahr. Das Vertrauen in das Management-Team unter Noch-Chef Bob Iger bleibt bestehen.
Unterdessen zeichnet sich in der Nachfolgefrage von CEO Bob Iger eine Lösung ab. Laut Informationen aus Unternehmenskreisen, die Bloomberg vorliegen, wird Freizeitpark-Spartenchef Josh D'Amaro als aussichtsreicher Kandidat für die Nachfolge gehandelt. Eine offizielle Entscheidung durch den Verwaltungsrat steht jedoch noch aus, wird jedoch in Kürze erwartet. Diese Entwicklung könnte das dreijährige Ringen um eine angemessene Nachfolge Igers beenden. Disney gab in einer Stellungnahme bekannt, sich zu einer neuen Führungsspitze zu äußern, sobald die Wahl getroffen ist.

