Wall Street unter Druck: Erwartungshaltung an US-Banken zum Jahresstart hoch
Das erste Quartal 2025 startet turbulenter als erwartet für die großen Wall Street Banken, nachdem die Resultate der Jefferies Financial Group enttäuschten und der jüngste Arbeitsmarktbericht Inflationserwartungen befeuerte. Die Federal Reserve war in der Vergangenheit zögerlicher mit Zinssenkungen — eine Strategie, die durch den positiven Arbeitsmarktbericht untermauert wurde und die Anlegerstimmung trübte. Dies konterkariert die Hoffnung auf eine Wiederholung des starken Börsenjahres 2024, als Banken den S&P 500 um erstaunliche 33% übertrafen.
Wirtschaftsanalysten hoffen auf eine Wiederbelebung des Geschäfts mit Fusionen und Übernahmen sowie eine Zunahme der Kapitalmärkte, um das Wachstum der Branche weiter zu stärken. Die Anleger dürfen gespannt auf die Berichte von Führungskräften der Citigroup, Goldman Sachs, JPMorgan Chase und Wells Fargo am Beginn der neuen Berichtssaison blicken. Erwartet werden insgesamt positive Ergebnisse, da die Banken von Trumps Wahl und dessen wirtschaftsfreundlichem Kurs profitieren könnten.
Experten wie Mike Mayo von Wells Fargo spekulieren auf Rekorde bei den Kapitalmärkten und betonen die Bedeutung des Umsatzwachstums gegenüber den Kosten für die Finanzinstitute. Die Wahl habe auch die Aktienmärkte in Bewegung gehalten, was Handelsaktivitäten im letzten Quartal ankurbelt. Insbesondere JPMorgan und Citigroup könnten erste positive Signale aussenden.
Daher sind viele Analysten optimistisch, dass die großen Banken im Zuge der deregulierten Wirtschaftspolitik des neuen Präsidenten eine Fortsetzung ihres Höhenflugs erleben. Jason Goldberg von Barclays sieht trotz verhaltener Kreditnachfrage weiterhin Aufwärtspotenzial für Bankaktien. Obwohl höhere langfristige Anleiherenditen Betriebserträge steigern können, besteht das Risiko, dass diese die Verbraucher belasten und die Kreditaufnahme bremsen.
Trotz der insgesamt positiven Aussichten bleibt das Risiko, dass Aktien unter dem Einfluss makroökonomischer Unsicherheiten leiden könnten. Die Veröffentlichung enttäuschender Ergebnisse von Jefferies hat bereits die Erwartungen gedämpft. Das öffentliche Interesse liegt nun darauf, wie sich die großen Banken schlagen, während Renditen und potenzielle Zölle der neuen Regierung Ehrgeiz bremsen könnten.

