Wall Street finanziert gigantisches Rechenzentrum für KI in Texas
Mit einem Kreditvolumen von $22 Mrd. wollen JPMorgan und Mitsubishi UFJ Financial Group den Bau eines 1.200 Acre großen Rechenzentrums für Vantage Data Centers in Texas stemmen. Das Projekt mit dem Namen „Frontier“ soll insgesamt $25 Mrd. kosten und zählt damit zu den größten Datenzentrumsvorhaben weltweit.
US-Investoren Silver Lake und DigitalBridge steuern laut mit den Verhandlungen vertrauten Personen weitere $3 Mrd. an Eigenkapital bei. Der Bau des ersten von zehn geplanten Rechenzentren soll bis Mitte 2026 abgeschlossen sein, die gesamte Anlage bis Ende 2028. Gouverneur Greg Abbott stellte das Projekt am Dienstag vor und positionierte es als Teil der texanischen Wachstumsstrategie im Bereich Künstliche Intelligenz.
Die Finanzierung verdeutlicht, wie rasch sich Wall Street derzeit an der milliardenschweren Infrastruktur beteiligt, die die großen Tech-Konzerne für ihre KI-Modelle benötigen. Statt ihre eigenen Bilanzen massiv zu belasten, greifen Unternehmen auf Kapital von Private-Equity-Fonds und Kreditinvestoren zurück.
Elon Musks xAI hatte im Juli $10 Mrd. an Fremd- und Eigenkapital für Rechenzentren in Tennessee eingesammelt und verhandelt über weitere Mittel. Meta wiederum arbeitet an einer $29 Mrd. Finanzierung für seine KI-Projekte, unter anderem mit Blue Owl und Pimco, während Oracle und OpenAI über denselben Investor bereits $15 Mrd. für ein Projekt in Texas erhielten.
Vantage, 2010 mit Kapital von Silver Lake gegründet und seit 2017 mehrheitlich im Besitz von DigitalBridge, hat sich in den vergangenen Jahren zu einem der weltweit größten Anbieter von Rechenzentren entwickelt. Unter CEO Sureel Choksi verlagerte sich das Unternehmen von klassischem Cloud-Geschäft zunehmend hin zu Anlagen mit hochspezialisierter Infrastruktur für Künstliche Intelligenz.

