Waffenhilfe für die Ukraine: Wadephul betont Luftverteidigung
Bei einem Besuch in der strategisch wichtigen ukrainischen Hafenstadt Odessa setzte sich Bundesaußenminister Johann Wadephul für die Lieferung zusätzlicher Waffensysteme ein, um die andauernden russischen Angriffe aus der Luft abzuwehren. Diese Einschätzung teilte der CDU-Politiker nach seinem Besuch im Hafen der am Schwarzen Meer gelegenen Stadt mit und hob hervor, dass insbesondere die Abwehr von Drohnen und Raketen weiter gestärkt werden müsse.
Der Besuch in Odessa erfolgte unter strengen Sicherheitsvorkehrungen, da Wadephul mit einem kleinen Konvoi aus Kiew anreiste, begleitet von seinem ukrainischen Kollegen Andrij Sybiha. Aufgrund der Bedrohung durch gezielte russische Attacken wurde der Besuch erst öffentlich, nachdem der Minister die Ukraine verlassen hatte.
Wadephul plant zudem, im deutschen Kabinett und bei den internationalen Partnern weitere Unterstützung für Luftabwehrsysteme zu erwirken. Er betonte, dass Deutschland darauf vorbereitet sein müsse, der Ukraine weiterhin effektiv zur Seite zu stehen, da deren Verteidigungsressourcen ausgelastet seien.
Die wirtschaftlich bedeutende Stadt Odessa, mit ihrer schwer angegriffenen Infrastruktur, bleibt ein zentrales Anliegen in der deutsch-ukrainischen Zusammenarbeit. Während seines Aufenthaltes in Odessa legte der Minister zusammen mit Sybiha Blumen zum Gedenken an gefallene Soldaten nieder. Zudem führte er Gespräche mit dem Vertreter des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen über die Versorgungssituation im Land.
Seinen Ukraine-Besuch setzt Wadephul in Moldau fort, einem Land, das stark auf russisches Gas angewiesen ist und zwischen proeuropäischen und prorussischen Kräften gespalten ist. Die deutsche Unterstützung für Moldau besteht seit Beginn des russischen Angriffskrieges, initiiert von Wadephuls Vorgängerin Annalena Baerbock, um die Verteidigungsfähigkeit des Landes zu stärken. Diese Bemühungen werden heute durch eine Partnerschaftsplattform konkretisiert.

