Währungspolitik unter Trump: Amerikas Mega-Staubsauger-Effekt und seine Folgen
Die Vereinigten Staaten agieren derzeit als ein globaler Kapitalabsorbierer, der die überschüssigen Gelder seiner Handelspartner, insbesondere aus Deutschland und China, anzieht. Dieses Kapital wird weltweit in Produkte investiert, als gäbe es kein Morgen.
Parallel dazu hat die Wettbewerbsfähigkeit, die einst die US-Industrie auszeichnete, nachgelassen, was sich in erheblichen Handelsbilanzdefiziten niederschlägt. Ein Grund für diesen Trend ist, dass gut ausgebildete Amerikanerinnen und Amerikaner attraktivere berufliche Möglichkeiten in Bereichen wie Jura, Handel oder dem stark anwachsenden Finanzsektor finden.
Den Status quo zu durchbrechen, wäre ein heroisches Unterfangen, das viel Geduld erfordern würde. Der Ansatz des ehemaligen Präsidenten Donald Trump, dieses System mit rigorosen Methoden, wie Verschärfungen im Grenzschutz gegen ausländische Produkte zu ändern, droht jedoch, tiefgreifende Störungen auszulösen.
Das Risiko von Chaos ist nicht von der Hand zu weisen, wenn komplexe wirtschaftliche Systeme derart abrupt umgeformt werden.

