Wacker Chemie: Volatile Aktienbewegungen trotz durchwachsener Geschäftszahlen
Die Aktien von Wacker Chemie erlebten am Mittwoch einen turbulenten Handelstag. Trotz schwacher Geschäftszahlen für das Jahr 2025, die von Analysten bereits im Vorfeld als unzureichend bewertet wurden, stieg der Kurs zwischenzeitlich auf den höchsten Stand seit April. Doch diese Euphorie währte nicht lange: Am Mittag sank der Kurs um fast sechs Prozent und erreichte damit sein Tagestief. Anschließend erholte sich der Wert wieder etwas und notierte zuletzt mit einem Abschlag von 3,3 Prozent bei 69,35 Euro.
Laut Analyst Chetan Udeshi von JPMorgan lag der operative Gewinn deutlich unter den bereits gesunkenen Markterwartungen. Bereinigt um Sonderaufwendungen aus dem laufenden Sparprogramm, zeigt sich ein Gewinn, der nur geringfügig unter den Erwartungen bleibt. Die Präsentation der Eckdaten für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 fiel dennoch schwach aus.
Neben dem herausfordernden Branchenumfeld machte Wacker Chemie auch der Abbau eigener Lagerbestände zu schaffen, was die Kapazitätsauslastung spürbar verringerte. Positiv hingegen wirkte sich dieser Abbau zusammen mit reduzierten Investitionen auf den freien Cashflow aus, der sich deutlich verbessern konnte.
Peter Spengler von der DZ Bank sieht hingegen wenig Grund für größere Anpassungen seiner Schätzungen. Das Sparprogramm sei bereits im Gange, und er erwartet die nächsten Kurstreiber eher in den finalen Zahlen sowie dem ersten Ausblick auf das Jahr 2026.

