Wachstum und gelassene Märkte: Europas Börsen im Aufwind
Europäische Aktienmärkte legten am Freitag erneut zu und setzten damit das Wellental der vergangenen Tage fort. Die Schwankungen an der Wall Street waren von den Marktteilnehmern bereits vorher berücksichtigt worden, während stabilisierte US-Futures den europäischen Handel unterstützten.
Der EuroStoxx 50 stieg um 0,39 Prozent und erreichte 5.465,97 Punkte. Auch der Schweizer SMI konnte mit einem Anstieg von 0,33 Prozent auf 11.914,50 Punkte zulegen, während der britische FTSE 100 um 0,39 Prozent auf 9.250,14 Punkte kletterte.
Die jüngsten Zollankündigungen aus den USA wurden von den Börsen mit Ruhe aufgenommen. Marktexperte Andreas Lipkow kommentierte, dass die Marktteilnehmer besonnen auf die neuen Ankündigungen aus Washington reagieren. Zugleich richtet sich die Aufmerksamkeit auf die bevorstehenden US-Inflationsdaten, die als entscheidend für die zukünftige Geldpolitik der Federal Reserve angesehen werden.
Trotz der Nachricht über neue Zölle auf pharmazeutische Importe blieben die Auswirkungen auf die großen Schweizer Pharmakonzerne begrenzt. Novartis und Roche zeigten kaum veränderte Kurse, da beide Unternehmen angekündigt haben, ihre Produktionen in den USA weiter auszubauen und neue Investitionsprojekte zu starten.
Im Autosektor, der insgesamt positive Entwicklungen verzeichnete, litten die Aktien von Nutzfahrzeugherstellern unter Verlusten. Grund ist die Ankündigung des US-Präsidenten, branchenspezifische Zölle auf Lastwagen zu erheben. Im Gegensatz dazu profitierten die Aktien von EssilorLuxottica, die um 1,9 Prozent anzogen, von der Zulassung ihrer "Stellest"-Brillengläser durch die US-Gesundheitsbehörde FDA. Diese innovative Technologie zur Kontrolle der Kurzsichtigkeit bei Kindern könnte sich mittelfristig als bedeutender Wachstumstreiber etablieren.

