Wachstum dank Übernahme: Gerresheimer trotzt verhaltenem Marktumfeld
Der Düsseldorfer Verpackungshersteller Gerresheimer verzeichnete zu Beginn des Jahres ein solides Umsatzwachstum, gestützt durch die Akquisition des italienischen Glasproduzenten Bormioli Pharma. Trotz eines Umsatzanstiegs von 11,6 Prozent auf über 520 Millionen Euro im ersten Geschäftsquartal bis Ende Februar, blieb das Ergebnis hinter den Erwartungen der Analysten zurück, wobei der operative Gewinn die Prognosen leicht übertraf.
Das Unternehmen hat es geschafft, den bereinigten Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) um 13 Prozent auf 91,5 Millionen Euro zu steigern. Dies verdeutlicht die positive Auswirkung der Übernahme, während interne Faktoren die organische Entwicklung dämpften. Herausforderungen wie Änderungen im Spritzengeschäft und eine verlangsamte Nachfrage nach Kosmetikgläsern wirkten sich negativ auf die selbst generierten Umsätze aus.
Die Einbeziehung von Bormioli Pharma ab dem Beginn des laufenden Geschäftsjahres war ein entscheidender Faktor für das Umsatzwachstum. Dennoch mussten die Aktionäre einen Nettoverlust von 18 Millionen Euro hinnehmen, was größtenteils auf gestiegene Zinsaufwendungen zurückzuführen ist und im Gegensatz zu einem Überschuss von 13 Millionen Euro im Vorjahr steht. Das Unternehmen bleibt zuversichtlich und hält an seinen Jahreszielen fest.

