Wachsamkeit und Strategie: Neuer Kurs der Luftwaffe unter Neumann
Der kürzlich ernannte Inspekteur der Luftwaffe, Holger Neumann, drängt auf ein zügiges Voranschreiten beim Ausbau der militärischen Fähigkeiten. In einer Rede betonte er Lehren aus den israelischen Luftangriffen auf iranische Anlagen, welche die Notwendigkeit einer strategischen Überlegenheit unterstreichen.
Neumann stellt klar, dass die Situation in der Ukraine nicht als Vorbild für die westlichen Luftstreitkräfte dienen kann. Während der taktische Einsatz von Drohnen dort an Bedeutung gewinnt, bleibt die umfassende Luftüberlegenheit vorrangig. Er betont, dass die Methode der Nato eher den hochpräzisen Schlägen Israels in der Tiefe des gegnerischen Territoriums ähnelt.
Der Erfolg der israelischen Luftwaffe, russische Verteidigungssysteme zu neutralisieren, hebt die strategische Bedeutung technologiegestützter Angriffe hervor. Die Bundeswehr plant, zusammen mit ihren Nato-Partnern, weitreichende Waffensysteme zur Abschreckung Russlands zu entwickeln. Dabei fällt der Begriff "Deep Precision Strike", der auf eine zielgenaue Marschrichtung hindeutet.
Mit Blick auf die Bedrohungslage macht Neumann deutlich, dass Verteidigungsbereitschaft fundamental ist und die Einsatzbereitschaft sofort gegeben sein muss. Der Schutz und die Sicherung der Satelliteninfrastruktur, die sowohl für die militärische als auch die wirtschaftliche Sicherheit entscheidend ist, wird weiterentwickelt. Neumann hebt hervor, dass es hier um eine zunehmend umkämpfte Dimension geht, die genau beobachtet werden muss.

