VW passt Urlaubsregelungen für Manager an Tarifbeschäftigte an
Der Autobauer Volkswagen hat beschlossen, seine Urlaubsregelungen für Mitglieder des Managements an die von Tarifbeschäftigten anzupassen. Bisher hatten Manager die Möglichkeit, ihren Jahresurlaub nicht im selben Jahr wie andere VW-Beschäftigte nehmen und ihn stattdessen unbegrenzt aufsparen zu können. Doch damit ist nun Schluss, wie der 'Spiegel' am Samstag zuerst berichtete. Eine VW-Sprecherin bestätigte auf dpa-Anfrage, dass die Neuregelung eine Angleichung an die Urlaubsregelung im Tarifbereich beinhaltet, um eine Vereinheitlichung von Prozessen im Personalbereich zu erreichen.
Der Urlaub dient der Erholung und dem Schutz der Gesundheit aller Beschäftigten, betont die Sprecherin. Als Mitglieder des Managements tragen diese eine Verantwortung durch ihre Vorbildfunktion. Mit der Anpassung der Urlaubsregelung möchte Volkswagen dieser Verantwortung gerecht werden.
Konkret bedeutet dies, dass der Jahresurlaub nun auch in den Management-Kreisen innerhalb des Kalenderjahres genommen werden muss. Falls eine Übertragung auf das Folgejahr erfolgt, kann der noch bestehende Urlaubsanspruch ohne Antrag maximal bis zum 31. März des Folgejahres genommen werden.
Laut dem 'Spiegel' hatten einige VW-Führungskräfte auf Basis der bisherigen Regelung Urlaubsansprüche von mehreren Monaten angesammelt. Für das Unternehmen war diese grenzenlose Übertragbarkeit der Resturlaubstage jedoch lästig, da Rückstellungen gebildet werden mussten, wenn Resturlaub in das nächste Jahr übertragen wurde.
Dieser Schritt erfolgt im Rahmen eines milliardenschweren Sparprogramms, an dem Europas größter Autobauer derzeit arbeitet. Konzernchef Oliver Blume hat allen Marken des Konzerns im Sommer neue Renditevorgaben aufgegeben, die durch Einsparungen und zusätzliche Erlösmöglichkeiten erreicht werden sollen. Es steht auch ein Personalabbau bei VW im Raum. (eulerpool-AFX)

