VW-Betriebsrat drängt Blume zur Aufgabe der Porsche-Führung
Im Spannungsfeld zweier Branchenriesen steht Oliver Blume zunehmend unter Druck, eine seiner Chefpositionen aufzugeben. Auf einer Betriebsversammlung in Wolfsburg sprach die Betriebsratsvorsitzende Daniela Cavallo eine klare Forderung aus: Blume solle seinen Posten an der Spitze von Porsche abgeben. Der weltweit agierende Volkswagen-Konzern könne sich keinen „Halbtags-Chef“ leisten, so die deutliche Ansage an den Vorstandsvorsitzenden, die in einem internen Bericht zu lesen ist.
Seit geraumer Zeit pochen Aktionärsvertreter darauf, dass Blume den Vorsitz in einem der beiden Konzerne abgibt. Neben der Führungsrolle bei Porsche, die Blume seit 2015 innehat, übernahm er 2022 auch die Leitung von Volkswagen als Nachfolger von Herbert Diess. Die Doppelbelastung, zwei DAX-30-Unternehmen zu lenken, rief bereits während tariflicher Auseinandersetzungen Kritik hervor.
Blume hat zwar Verständnis für die Vorwürfe gezeigt, bleibt jedoch bisher auf beiden Positionen. Neue Spekulationen wurden jüngst durch Berichte in den Medien befeuert, dass Porsche bereits nach einem Nachfolger suche. Das Blatt „Wirtschaftswoche“ berichtete, Blume solle zukünftig den Fokus auf den VW-Konzern richten.
Offizielle Stellungnahmen der Konzerne stehen jedoch noch aus, beide Firmen äußerten sich bislang zurückhaltend zu diesen Gerüchten. In einer Welt, in der die Automobilindustrie stetigen Wandel erfährt, könnte der richtige Zeitpunkt für eine solche Entscheidung über Erfolg oder Misserfolg entscheiden. Die Entwicklungen rund um Blume und seine Doppelrolle werden mit Spannung beobachtet.

