Von Zyklen zur Kontinuität: Warum das 4-Jahres-Muster von Bitcoin möglicherweise bricht

18. Dezember 2025, 00:48 Uhr · Quelle: BTCStar
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Foto: RoyBuri via Pixabay
Bitcoin's Preissturz könnte das Ende des klassischen Zyklus bedeuten, da neue Marktdynamiken wie Spot-ETFs wirken. Ein Bericht von CryptoQuant deutet auf einen längeren Bullenmarkt hin.

Bitcoin hat seit Anfang Oktober mehr als 30% seines Wertes verloren, was einen starken Stimmungsumschwung am Markt ausgelöst hat. Was einst als routinemäßige Korrektur angesehen wurde, wird von Analysten zunehmend als potenzieller Zyklusgipfel interpretiert. Die Stimmung hat sich schnell verschlechtert, mit Angst und Apathie, die den zuvor im Jahr herrschenden Optimismus ersetzt haben.

Viele Investoren positionieren sich nun defensiv und bereiten sich auf das vor, was sie für eine längere Bärenmarktphase halten, ähnlich wie in früheren Phasen nach Höchstständen.

Ein aktueller Bericht von CryptoQuant stellt jedoch diese zunehmend populäre Erzählung in Frage. Laut der Analyse folgt Bitcoin möglicherweise nicht mehr dem traditionellen vierjährigen Boom-und-Bust-Zyklus, der sein bisheriges Preisverhalten geprägt hat.

Stattdessen führt der Bericht die Bitcoin-Superzyklus-These ein, die argumentiert, dass die klassische durch Halbierungen getriebene Zyklusstruktur zugunsten eines längeren, strukturell unterstützten Bullenmarktes zusammenbrechen könnte.

Die Kernidee hinter dem Superzyklus-Framework ist, dass sich die Marktdynamik von Bitcoin grundlegend verändert hat. Anders als frühere Zyklen, die hauptsächlich durch spekulative Einzelhandelsströme angetrieben wurden, wird die aktuelle Umgebung von neuen Kräften geprägt, die in früheren Epochen nicht existierten.

Diese strukturellen Verschiebungen könnten verändern, wie Rückgänge, Höchststände und Erholungen ablaufen, und könnten möglicherweise die Volatilität über längere Zeiträume hinweg glätten.

Die neuen Fundamentaldaten hinter der Bitcoin-Superzyklus-These

Laut dem CryptoQuant-Bericht basiert die Argumentation für einen potenziellen Bitcoin-Superzyklus auf strukturellen Kräften, die in früheren Marktzyklen nicht vorhanden waren. Der bedeutendste Wandel kommt von der institutionellen Übernahme. Spot Bitcoin ETFs, angeführt von Emittenten wie BlackRock, haben eine stetige und regulierte Nachfragequelle aus der traditionellen Finanzwelt eingeführt.

Im Gegensatz zu spekulativen Einzelhandelsströmen behandeln diese Vehikel Bitcoin als strategische Asset-Allokation, was eine stetige Absorption statt kurzlebigem Hype schafft.

On-Chain-Daten stärken diese Erzählung weiter. Die Reserven an den Börsen nehmen weiter ab, was auf eine langfristige Akkumulation und einen verminderten Verkaufsdruck hindeutet. Gleichzeitig bleibt das Spent Output Profit Ratio (SOPR) relativ rational. Es kommt zu Gewinnmitnahmen, jedoch ohne die euphorischen Spitzen, die historisch mit Zyklusgipfeln verbunden sind, was auf eine reifere und disziplinierte Marktstruktur hindeutet.

Infrastruktur-Bereitschaft ist ein weiteres kritisches Standbein. Während Bitcoin das Kernasset bleibt, ermöglichen Skalierungsverbesserungen im breiteren Kryptosystem - wie das Fusaka-Upgrade von Ethereum und die rasche Expansion von Layer-2-Netzwerken - schnellere, günstigere Transaktionen und reale Anwendungsfälle. Dies stärkt die Rolle von Bitcoin als Abwicklungs- und Reserve-Asset in einer wachsenden digitalen Wirtschaft.

Schließlich bleibt das makroökonomische Umfeld unterstützend. Geopolitische Instabilität und die Aussicht auf zukünftige geldpolitische Lockerungen verstärken die Attraktivität von Bitcoin als neutrales, dezentralisiertes hartes Asset. Zusammen bilden diese Kräfte ein glaubwürdiges Fundament für einen erweiterten Superzyklus, obwohl der Bericht warnt, dass externe Schocks diesen Weg dennoch stören könnten.

Kursbewegung zeigt schwache Struktur nahe wichtiger Unterstützung

Die kurzfristige Struktur von Bitcoin bleibt fragil, wie auf dem 4-Stunden-Chart zu sehen ist. Der Preis handelt weiterhin unter dem psychologischen Niveau von $90.000, wobei wiederholte Fehlschläge, wichtige gleitende Durchschnitte zurückzuerobern, die bärische Haltung verstärken. Der 200-Perioden-Durchschnitt (rot) neigt deutlich nach unten und fungiert als dynamischer Widerstand in der Zone $92.000–$93.000, während die 100- und 50-Perioden-Durchschnitte (grün und blau) sich komprimiert und nach unten gedreht haben, was auf nachlassendes Aufwärtsmomentum hindeutet.

Nachdem es zu Beginn des Monats zu starken Verkäufen kam, versuchte Bitcoin eine Erholung, stagnierte jedoch unter dem absteigenden Widerstand. Seitdem hat der Preis eine Reihe von tieferen Hochs und tieferen Tiefs gebildet, was einen kurzfristigen Abwärtstrend bestätigt. Die aktuelle Konsolidierung um $86.000–$87.000 deutet auf Unsicherheit hin, aber bemerkenswerterweise werden die Erholungen schwächer, was auf eine begrenzte Nachfrage bei Entlastungsrallyes hindeutet.

Aus technischer Sicht stellt der Bereich $85.000–$86.000 eine kritische Unterstützungszone dar. Ein anhaltender Bruch unter diesem Bereich würde wahrscheinlich den Weg für eine tiefere Korrektur öffnen. Im Gegensatz dazu müssten Bullen eine entscheidende Rückeroberung von $90.000 erreichen, gefolgt von einer Akzeptanz über den absteigenden gleitenden Durchschnitten, um das Momentum bedeutend zu verändern. Bis dahin begünstigt das Chartbild eine Konsolidierung mit Abwärtsrisiko.

Finanzen / Crypto / Bitcoin / Superzyklus / Kryptomarkt
18.12.2025 · 00:48 Uhr
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