Von einer massiven $13 XRP-Kursprognose zu den Realitäten der Ripple-Märkte

XRP gehört zu den populärsten und umsatzstärksten Altcoins auf dem Markt und zieht daher viel Aufmerksamkeit auf sich. Häufig ist es auch Gegenstand interessanter Kursprognosen von Makro- und technischen Analysten, die mitunter für Aufsehen sorgen.
XRP-Kursprognosen: Technische Analysten
Kürzlich äußerte sich der häufig kommentierende technische Analyst Ali Martinez:
A multi-year triangle on XRP points to $0.90 as a potential bottom for the bear market and $13 as a target for the next bull run.
Eine solche Prognose würde einen Anstieg von fast dem Zehnfachen bedeuten, was selbst im nächsten Bullenmarkt, wann auch immer dieser eintreten mag, eher wie Wunschdenken klingt. Denn selbst bei den aktuellen Umlaufmengen würde dies die Marktkapitalisierung des Projekts auf etwa $870 Milliarden anheben.
Eine strukturiertere Betrachtung des technischen Ausblicks auf XRP lieferte Crypto WZRD, der erklärte:
A move above the $1.55 resistance will see a rally towards the $2 resistance and beyond.
Der Analyst erläuterte zudem, dass der Altcoin eine bullische Kerze gegen BTC drucken müsse, was geschehen sollte, wenn die Dominanz von Bitcoin abnimmt.
Aber was ist mit den Realitäten?
Während die technische Analyse eine Seite der Medaille darstellt, zeigen die Realitäten oft ein ganz anderes Bild. Es ist wichtig zu verstehen, dass ein großer Teil der Art und Weise, wie Ripple seine Geschäfte aufrechterhält (wenn nicht sogar vollständig), darin besteht, monatlich systematisch Millionen von XRP an die Öffentlichkeit zu verkaufen.
Der CEO selbst hat erklärt, dass das Unternehmen auf diese Verkäufe angewiesen ist, um profitabel zu bleiben.
Es versteht sich von selbst, dass Ripple proaktive Maßnahmen ergreift, um sicherzustellen, dass diese Verkäufe so verteilt werden, dass der Markteinfluss minimiert wird. Dennoch bleiben sie bestehen und ein Ende ist nicht in Sicht.
Während technische Analysten weiterhin auf potenzielle Konflikt- oder Positivpunkte hinweisen, bleibt die Tatsache bestehen, dass die zugrunde liegenden Fundamentaldaten ebenfalls einen massiven Einfluss haben – einen, der schwer zu quantifizieren ist.

