Mass Effect 5: BioWare-Chef erklärt das Schweigen – und macht Hoffnung mit einem Satz
Seit der Ankündigung, dass ein neuer Mass Effect-Ableger in Arbeit ist, hat sich das Studio hinter der legendären Sci-Fi-Reihe nahezu in Schweigen gehüllt. Ein paar vage Andeutungen hier, ein verstecktes Konzeptbild dort – mehr gab es für die treue Fangemeinde nicht zu erhaschen. Jetzt hat sich Michael Gamble, der Kopf hinter der Marke, zu Wort gemeldet und mit erfrischender Direktheit erklärt, warum die Informationsflut bislang ausblieb. Seine Antwort fällt knapp aus, enthält aber eine Menge versprechen für alle Geduldigen.
Keine Zeit für Teaser, nur fürs Handwerk
Auf eine Nachfrage eines ungeduldigen Fans reagierte Gamble auf Social Media mit entwaffnender Ehrlichkeit: „Wir arbeiten einfach.“ Auf die Frage nach Teasern oder versteckten Hinweisen ergänzte er trocken: „Nicht viel Zeit für Spielereien.“ Das klingt nach einem Studio, das mit Hochdruck am nächsten Kapitel der Mass Effect-Saga schraubt – ohne großes Tamtam, ohne Marketing-Nebelkerzen. Der letzte offizielle Hinweis stammt vom N7 Day des vergangenen Jahres, als BioWare eine versteckte Illustration eines Krokliden-Bürgerkriegs enthüllte. Gamble versprach damals: „Alles, was ihr gesehen habt – von allen N7 Days – wird sich verbinden.“ Klingt nach einem Masterplan, der langsam Gestalt annimmt.
Ein Studio, ein Ziel
Dass BioWare sich ganz auf ein einziges Projekt konzentriert, bestätigte auch Ex-Produzent Mike Darrah. Er zog einen interessanten Vergleich zur Vergangenheit, als das Studio noch an mehreren Titeln gleichzeitig hantierte – mit all den Reibungsverlusten, die das mit sich brachte. „Das Mass Effect 5-Team hat das gemacht, was wir hätten tun sollen, als wir die Dragon Age-Leute zu Anthem verschoben haben“, erklärte Darrah. Das Ergebnis: Kein Gerangel um Ressourcen mehr, keine internen Grabenkämpfe. Nach Darrahs Einschätzung arbeitet das Studio mittlerweile zu hundert Prozent am neuen Sci-Fi-RPG. Ein mutiger Schritt, der sich hoffentlich auszahlt.
Was wir (nicht) wissen
Jennifer Hale, die Stimme der weiblichen Commander Shepard, muss übrigens passen, wenn es um die Rückkehr der legendären Figur geht. „Ich habe keine Ahnung“, gestand sie gegenüber Fans. Ihre patente Lösung: Einfach BioWare anschreiben und Bescheid sagen, dass man Shepard zurückhaben wolle. Ein wenig Einfluss auf die Entwickler kann ja nicht schaden. Fest steht: Die Stelle eines Production Director wurde im Januar besetzt – eine Führungsposition, die direkt an Gamble berichtet. Die Anforderungen? „Leidenschaft für das Mass Effect-Universum“ und Erfahrung mit AAA-RPGs. Das klingt nach einem Team, das weiß, was es will. Wann genau wir erste bewegte Bilder oder gar einen Trailer zu sehen bekommen, bleibt offen. Aber Gambles neueste Aussage macht eines klar: Stille ist kein Grund zur Sorge – sie ist das Geräusch von harter Arbeit.


