Volkswagen überrascht mit starkem Cashflow und erfreut Anleger
Der Volkswagen-Konzern hat zum Ende des Jahres auf eindrucksvolle Weise seine finanzielle Stärke unter Beweis gestellt und die Erwartungen im Kerngeschäft übertroffen. Der Netto-Cashflow im Bereich Automobile zeigt mit sechs Milliarden Euro eine deutliche Steigerung von einer Milliarde im Vergleich zum Vorjahr, was die Wolfsburger nun ankündigten. Diese positive Überraschung stammt maßgeblich aus einem geschickten Management der Lagerbestände sowie geringeren Investitionsausgaben. Der Markt hatte ursprünglich nur mit knapp einer Milliarde Euro Überschuss gerechnet, was die Anleger umso mehr erfreute.
Ein essentieller Faktor für die positive Resonanz war die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump, seine Drohungen über zusätzliche Zölle gegen europäische Länder zurückzunehmen. Dies stärkte das Vertrauen in die im DAX notierte VW-Vorzugsaktie, die am Donnerstagmorgen um 5,8 Prozent auf 104,60 Euro anzog. Trotz eines insgesamt stagnierenden Jahresverlaufs kann sich VW über diese Entwicklung freuen.
Analysten wie Tom Narayan von der RBC und Philippe Houchois von Jefferies äußerten sich positiv zu den jüngsten Zahlen. Der Cashflow, eine kritische Finanzkennzahl, die die operative Liquidität des Konzerns misst, wurde durch effizientere Lagerhaltungen und reduzierte Ausgaben gesteigert – ein großer Erfolg für den Autobauer.
Nicht nur Volkswagen, sondern auch die Nutzfahrzeugholding Traton berichtete von einem verbesserten freien Mittelzufluss. Dies wurde durch ähnliche Maßnahmen im Bereich des erforderlichen Kapitals und geringere Investitionen bei den Marken MAN und Scania erreicht. Der Markt wartet nun gespannt auf die vollständigen Jahreszahlen, die VW am 10. März veröffentlichen wird.

