Volkswagen plant umfassendes Sparprogramm – 60 Milliarden Euro Einsparungen bis 2028

Der Volkswagen-Konzern sieht sich aufgrund schleppender Verkaufszahlen in China und drohender US-Zölle veranlasst, seine Sparbemühungen deutlich zu intensivieren. Insidern zufolge plant das Unternehmen, bis 2028 Kosten um 20 Prozent zu senken, was einem Einsparvolumen von rund 60 Milliarden Euro entspricht. Dies geht aus einem Bericht des 'Manager Magazins' hervor. Die bisher angestrebten Maßnahmen reichten offenbar nicht aus, um die wirtschaftlichen Herausforderungen erfolgreich zu meistern.
Ein mögliches Szenario, das im Raum steht, sind zusätzliche Werksschließungen sowie ein weiterer Stellenabbau neben den bereits angekündigten 35.000 Arbeitsplätzen. Volkswagen selbst zeigt sich zurückhaltend: Ein Sprecher betonte, dass die laufenden Sparmaßnahmen konzernweit bereits Einsparungen in zweistelliger Milliardenhöhe gebracht hätten, wodurch die Auswirkungen geopolitischer Entwicklungen, wie beispielsweise US-Zölle, abgefedert werden konnten. Detailliertere Informationen werden zur Jahrespressekonferenz im März erwartet, wenn Konzernchef Oliver Blume einen Überblick über die erzielten Fortschritte gibt.
Der Betriebsrat von VW äußerte sich kritisch gegenüber dem Medienbericht. In einer Mitteilung an die Belegschaft wird der Artikel als 'Zustandsbeschreibung' der ohnehin schon laufenden Effizienzprogramme interpretiert. Betriebsratsvorsitzende Daniela Cavallo positionierte sich klar gegen mögliche Standortschließungen und versicherte, dass der Betriebsrat sich energisch für den Erhalt der Standorte einsetze. Sie hob hervor, dass bereits Ende 2024 ein umfassendes Sanierungsprogramm beschlossen wurde, um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen und die sozialen Folgen für die Mitarbeiter abzufedern. Dieses Programm schließt Werksschließungen und betriebsbedingte Kündigungen aus, indem der Personalabbau sozialverträglich durch Maßnahmen wie Altersteilzeit und Abfindungen geregelt wird.

