Volkswagen in der Vertragsfalle: 370 Mitarbeiter dauerhaft beschäftigt
Bei Volkswagen kam es zu einem unerwarteten Wendepunkt: Der Automobilriese sieht sich gezwungen, rund 370 Mitarbeiter im Wolfsburger Stammwerk in unbefristete Arbeitsverträge zu überführen. Diese Angestellten, deren Verträge ursprünglich Mitte April auslaufen sollten, wurden nach rechtlicher Prüfung als bereits unbefristet bewertet. Damit bleibt ihnen der vorhergesehene Abschied von VW erspart.
Diese personalrechtliche Panne wurde vergangene Woche publik. Eine interne Vertragsüberprüfung, die schnell eingeleitet und nun abgeschlossen wurde, enthüllte, dass eine weitere Befristung der Verträge aufgrund fehlender arbeitsrechtlicher Basis nicht gerechtfertigt war.
Der VW-Betriebsrat bestätigt diese Einschätzung und erklärt, dass die ursprünglich bis 2024 befristeten Verträge nun als unbefristet betrachtet werden müssen. Da sich Volkswagen im Dezember zur Beschäftigungssicherung verpflichtet hatte, sind Kündigungen in dieser Situation nicht ohne weiteres möglich.
Die betroffenen Arbeitnehmer können somit vorerst aufatmen. Laut einer Konzernsprecherin sind Maßnahmen zur Vermeidung ähnlicher Vorfälle in Zukunft bereits angestoßen worden. Diese sollen sicherstellen, dass derartige arbeitsrechtliche Missverständnisse bei Volkswagen nicht erneut auftreten.

