Volkswagen: Entscheidung im Dieselprozess naht
Im Fall des fast ein Jahrzehnt zurückliegenden VW-Dieselskandals wird demnächst ein Urteil im Prozess gegen vier ehemalige Führungskräfte erwartet. Diese Personen, die seit knapp vier Jahren vor dem Landgericht Braunschweig stehen, sind schwerpunktmäßig wegen Betrugs im Rahmen der Affäre angeklagt. Von den Anklägern wurden drei der Beschuldigten als Hauptverantwortliche identifiziert, während für sie Gefängnisstrafen von drei beziehungsweise vier Jahren gefordert werden.
Der vierte Angeklagte wird als Helfer angesehen und soll laut Staatsanwaltschaft zu zwei Jahren auf Bewährung verurteilt werden. Die Verteidigung sieht für ihn eine einfache Verwarnung für ausreichend an. Für die restlichen Angeklagten wird Freispruch angestrebt.
Der Skandal selbst brach im September 2015 ans Tageslicht, als die Umweltaufsichtsbehörde der USA, EPA, die Manipulationen bei den Emissionsprüfungen der Dieselfahrzeuge publik machte. Daraufhin gestand Volkswagen die fehlerhaften Testergebnisse ein. Der damalige Konzernlenker Martin Winterkorn nahm wenige Tage später seinen Hut, und das Unternehmen geriet in eine der schwersten Krisen seiner Geschichte.

