Volatiler Wochenauftakt an den Börsen: Halbleiter-Aktien an der Spitze

Zum Beginn der kurzen Handelswoche vor Weihnachten zeigt sich der deutsche Aktienmarkt leicht rückläufig, was auf ein geringeres Handelsvolumen zurückzuführen ist. Diese reduzierte Aktivität führt dazu, dass kleinere Orders bereits größere Kursbewegungen hervorrufen, insbesondere bei Einzelwerten. Der Dax notierte in am Montag um 0,1 Prozent niedriger bei 24.253 Punkten, während der MDax ein Minus von 0,5 Prozent verzeichnete und auf 30.197 Zähler fiel. Auch der EuroStoxx 50 fällt um 0,2 Prozent.
Dies folgt auf die positive Entwicklung Ende der letzten Woche, als der Dax dank günstiger Leitzins- und Inflationssignale aus den USA über 24.000 Punkte klettern konnte. Europäische Impulse lieferte zudem die EZB, die ihren Leitzins unverändert ließ, was der Eurozone mit Blick auf 2026 eine optimistische wirtschaftliche Perspektive verschafft. Der Fortgang des russischen Angriffskrieges in der Ukraine bleibt hingegen stockend. Trotz als zufriedenstellend bewerteter Gespräche des US-Sondergesandten Steve Witkoff mit Russland in Miami gibt es keinen Durchbruch zu vermelden.
Positiv hervorgetan haben sich Halbleiter-Aktien, angefeuert durch eine starke Performance ihrer US-amerikanischen Pendants. Infineon erlebte mit einem Zuwachs von 2,1 Prozent ein Hoch im Dax, und Aixtron führte mit einem Plus von 2,7 Prozent die besten Werte im MDax an. US-Chip-Werte wie Micron und Lam Research erreichten Rekordhöhen, während AMD Verluste wettmachen konnte.
Auch Aurubis profitierte von steigenden Kupferpreisen, was die Nachfrage nach Chips anheizt. So stieg der Aktienkurs um 1,4 Prozent und näherte sich dem Rekordhoch vom Dezember. Ferner gibt es eine steigende Kupfernachfrage in den Sektoren Elektrifizierung und Erneuerbare Energien.
Dürr hob nach optimistischen Perspektiven seine Aussichten für den Finanzmittelzufluss an, woraufhin die Aktien um 6,9 Prozent nach oben gingen. Verantwortlich sind vor allem vorgezogene Kundenaufträge und verschobene Firmenzahlungen ins Jahr 2026.
Im MDax gibt es nun neue Gesichter zu begrüßen: Die Aktien von Aumovio und TKMS sind neu aufgenommen, während Gerresheimer und Hellofresh in den SDax wechseln. Zudem werden sieben neue Unternehmen den SDax ergänzen, darunter Verbio und Tonies, während sich einige, wie LPKF und Stratec, verabschieden müssen.

