Voigt drängt auf zügige Reformen im Sozialstaat
Im Zuge der Debatte um notwendige Sozialstaatsreformen hat Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt von der CDU betont, dass bis Anfang des kommenden Jahres entscheidende Weichenstellungen erfolgen sollten. Er fordert konkrete Reformschritte bis zum 1. Januar, um Arbeitskosten zu senken, Energie erschwinglicher zu machen und die Bürokratie zu entschlacken. Ihm zufolge besteht dringend Handlungsbedarf, um den Kostendruck auf die Kommunen zu lindern, unter anderem im Bereich der Eingliederungshilfe. Die derzeitige Regierung, so Voigt, basiere dabei auf einigen fehlerhaften Grundannahmen.
Ein weiterer Diskussionspunkt ist die Übernahme von Mietkosten für Bezieher des Bürgergelds durch den Staat. Hier favorisiert Voigt die Einführung eines 'Mietendeckels', um die bislang ungebremste Erstattung hoher Mieten innerhalb limitierter Rahmenbedingungen zu verankern. Verbindliche Regelungen seien notwendig, um Ungerechtigkeiten vorzubeugen und die Akzeptanz des Systems zu stärken.
Im Hinblick auf die Rentenreform wird von Voigt darüber hinaus ein breiteres Spektrum an Vorsorgemaßnahmen angesprochen. Er plädiert für die Integration einer sogenannten Aktienrente als ergänzende Maßnahme in der Altersvorsorge, die private und betriebliche Modelle sinnvoll kombiniert. Der Ministerpräsident sieht darin eine Möglichkeit, die Vorsorge breiter aufzustellen und zukunftsfähiger zu machen.

