Vizekanzler Klingbeil plädiert für intensivierte Afrika-Kooperationen
Vizekanzler Lars Klingbeil sieht die Notwendigkeit, die Wirtschaftsverbindungen Deutschlands zu afrikanischen Ländern deutlich auszubauen. Im Kontext globaler Unsicherheiten und eskalierender Handelskonflikte ist die Schaffung neuer Partnerschaften essenziell, betonte der SPD-Politiker vor seinem Abflug zu einem Treffen der G20-Finanzminister in Südafrika.
'Gerade im Globalen Süden finden wir Partner, die unser Interesse an verlässlichen Handelsbeziehungen und der Einhaltung des Völkerrechts teilen', so Klingbeil. Bisher habe Deutschland diese Beziehungen jedoch vernachlässigt, während Länder wie Russland und China ihre Präsenz in diesen Regionen ausgedehnt haben, führte er weiter aus.
Diese Dynamik gelte es nun zu ändern, wobei der Fokus auf der Förderung privater Investitionen in afrikanischen Staaten liegen soll. Klingbeil machte klar, dass das Interesse an einer stärkeren Kooperation mit Deutschland und Europa auf afrikanischer Seite groß sei. Doch dies erfordert Engagement, Respekt und spezifische Angebote.
In diesem Sinne sollen mehr afrikanische Länder im Rahmen der 'Compact with Africa'-Initiative gewonnen werden, deren Ziel es ist, bessere Handels- und Investitionsbedingungen zu schaffen und eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe sicherzustellen. Südafrika hat in diesem Jahr die Präsidentschaft der G20-Gruppe der bedeutendsten Industrie- und Schwellenländer inne. Der G20-Gipfel wird im November in Johannesburg abgehalten.

