Vertrauenskrise bei Gerresheimer: Berenberg reagiert mit Kurszielsenkung

Die traditionsreiche Privatbank Berenberg hat das Kursziel für den Spezialverpackungshersteller Gerresheimer auf 20 Euro herabgestuft, nachdem anhaltende Untersuchungen zu Bilanzverschiebungen bekannt wurden. Der Analyst Christian Ehmann behält jedoch seine Einschätzung auf „Hold“ bei, ungeachtet dessen, dass der Aktienkurs vor erheblichen Herausforderungen steht.
Ein Lichtblick könnte der angekündigte Verkauf der US-Tochter Centor sein, der als möglicher Rettungsanker gesehen wird. Zweifel an der Ertragskraft des Unternehmens bestehen allerdings weiterhin und werden durch wesentliche Wertminderungen, eine geringere Rentabilität und enttäuschende Prognosen im Branchenvergleich noch verstärkt.
Obwohl die Maßnahmen der Unternehmensführung darauf abzielen, Vertrauen zurückzugewinnen, bleibt der Weg zur Stabilität steinig. Analyst Ehmann unterstreicht, dass die Entschlossenheit von Gerresheimer, diese Hürden zu überwinden, noch auf die Probe gestellt wird.

